Sonntag, 12. September 2010

What happens in Vegas ...

… stays in Vegas … also dürften wir ja eigentlich theoretisch gar nichts darüber erzählen. Hmm. Tun wir aber für euch Wundernasen trotzdem. Jedoch später … zensierte Version wohlgemerkt!

Die letzten 10 Tage waren wir zu viert unterwegs. Unsere Freunde aus der Schweiz, Valentina und Phippu, verbringen 3 Wochen in Kalifornien und so konnten wir es uns einrichten, einige Zeit gemeinsam zu reisen. Kurz bevor wir die beiden jedoch am Flughafen LAX freudig in Empfang nahmen, tauschten wir nochmals unser Mietauto ein und wir holten unseren neuen „fetten Schlitten“ (diesmal ein Ami-Style SUV) am Flughafen ab.

Von Aileen’s Insider Tipps konnten wir nun profitieren und so führten wir die beiden in zwei Tagen ruckizucki durch Los Angeles und fuhren die Top-Spots ab: Hollywood, Rodeo Drive, Sunset Strip, Beverly Hills, Melrose Avenue, Santa Monica und Venice Beach. Und natürlich nahmen wir uns auch Zeit für Promi-Spotting und fuhren mit der ultimativen „Star-Map“ verschiedene Villen – nun ja, eigentlich sind es ja eher Paläste – an. Doch mehr als die imposanten Eingangstore bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Aufregend und lustig war’s trotzdem. Und, so ganz unerwartet ist uns dann im Supermarkt doch noch ein Schauspieler über den Weg gelaufen: David Sutcliffe, bekannt aus Gilmore Girls und Private Practise.

Am dritten Tag kehrten wir der riesigen Stadt den Rücken und machten uns auf zum Grand Canyon. Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Geisterstadt Calico kam die grosse Schlucht. Beim Grand Canyon hatten selbst wir weitgereisten Globetrotter das absolute Wow-Erlebnis: 1600 Meter schaut man in die Tiefe und sieht, wie sich der Colorado River durch das Tal schlängelt. Der Canyon scheint unendlich weit zu sein und die Felsformationen sind schlichtweg imposant. Abends gönnten wir uns dann ein kühles Blondes und ein feines Rippchen in Williams an der legendären Route 66.

Tja, und dann kam Las Vegas! 5 Tage haben wir in dieser verrückten, glitzrigen Stadt verbracht. Saufen, Zocken, Weibereien … nicht umsonst wird sie Sin City genannt. Unseren wenigen Schlaf holten wir uns im „Spartakus“ Zimmer des hippen Planet Hollywood Hotel & Casino’s. Vom Bett im 30. Stock hatten wir einen absolut fantastischen, unschlagbaren Blick direkt auf das Bellagio und sein famoses Wasserspiel. Vom ersten Augenblick an waren wir elektrisiert und total begeistert. Let’s get the party started! Unsere ersten Dollars haben wir an den einarmigen Banditen und am Glücksrad verspielt, doch der erhoffte Jackpot-Gewinn blieb vorerst leider aus. Hmmm … macht nichts, wir hatten trotzdem ein riesen Gaudi!

Haben wir dann endlich mal den Ausgang des riesigen Casino-Labyrinth’s gefunden, fanden wir uns mitten auf dem blinky-blinky 24/7-betriebigen Las Vegas Strip. Ein Fantasy Megahotel reiht sich dort ans andere: Paris, New York New York, MGM, Cesars Palace, The Venetian und viele mehr. Aussen wie innen sind sie unglaublich toll gemacht und verleiten einem ständig dazu, einen Dollar oder auch zwei, drei … spontan einzusetzen. Super! Ach ja, Shows gibt’s ja auch noch. Unendlich viele sogar. Wir haben uns für den Magier schlechthin entschieden und verblüfft zugesehen, wie David Copperfield unter anderem ein Auto hervorzauberte und Zuschauer verschwinden liess. That’s Vegas, that’s crazy!

Nach 4 Tagen in dieser Stadt zogen unsere beiden Gspändlis weiter nordwärts (Vale und Phippu: Es war super mit euch!). Wir zwei blieben noch eine weitere Nacht in Sin City, allerdings im „old school“ Downtown. Dort gibt’s zwar gleich viel Geblinke wie am Strip, dafür weniger Glitzer & Glamour. Ein Erlebnis der anderen Vegas-Art abseits des Strips, aber auch absolut sehenswert.

Und schlussendlich verlassen auch wir heute Las Vegas mit ein paar Dollars weniger im Reisekässeli, vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck und dem Gefühl, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein. Es war sooooo geil!

Donnerstag, 2. September 2010

Stadt der Engel

In Los Angeles beginnt dieser Blogeintrag und in Los Angeles endet dieser auch wieder …

Bekanntlich haben wir die Stadt der Engel nach einer ersten kurzen Stippvisite hinter uns gelassen und haben uns in das charmante Wüstenstädtchen Palm Springs zurückgezogen. Huuuuui, heiss war’s dort! Sehr heiss sogar! Die Sonne brutzelte erbarmungslos … und das Thermometer kletterte tagsüber auf 117 Grad … gut, zugegeben, Fahrenheit natürlich. Doch umgerechnete 47 Grad Celsius (wohlgemerkt im Schatten) tönen doch auch ganz rekordverdächtig. Ja, bei diesen Temperaturen ist es nicht verwunderlich, dass wir die 4 Tage fast ausschliesslich wie tote Fliegen am und im Pool lagen und darum bemüht waren, nicht zu überhitzen.

Doch wir sind hart im Nehmen, rafften uns auf und machten zwei kleine Ausflüge: Einmal hoch mit der rotierenden Seilbahn auf den Berg St. Jacinto, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über Palm Springs hat. Der zweite Abstecher führte uns in den sagenhaften Joshua Tree Nationalpark. Tausende Palmlilien geben dort ein bizarres, einzigartiges Bild ab.

Und dann? Back to the coast nach Orange County – oder bekannter als O.C.! Auf ging’s in die US-Surfcity schlechthin, nach Huntington Beach. Hier dreht sich wirklich alles um den Sport mit dem Brett und den Wellen, kalifornische Strandkultur par excellence. Also beste Voraussetzungen für einen hohen Wohlfühl-Faktor. Über das schicke Newport Beach ging es dann schlussendlich wieder zurück nach Los Angeles, wo wir einer Einladung von Aileen folgten. Aileen ist eine Freundin aus guten alten Red Bull Tagen. Sie bot uns an, in ihrem wunderbaren Haus im hippen West Hollywood zu wohnen. Doch damit nicht genug, sie nahm sich richtig viel Zeit und zeigte uns L.A. durch ihre Augen. So wurden wir in die schicksten Viertel und angesagtesten Restaurants geführt, und dies jeweils mit viel Insider Wissen. Wir hatten also das rundum Verwöhn-Local-Programm. @ Aileen: Special thanks to you, it was wonderful!

Und nun, mit all dem Knowhow ausgestattet, sind wir bestens vorbereitet für unseren Besuch aus der Heimat. Valentina und Phippu werden in Kürze in L.A. landen und wir freuen uns, sie am Flughafen zu empfangen. So „cut“, nix wie los!


Dienstag, 24. August 2010

No. 1

Zurück an der kalifornischen Pazifik-Küste in Santa Cruz zog es uns gleich an den Strand zum Boardwalk, ein amüsanter Vergnügungspark aus den 60er/70er Jahren. Die Temperaturen waren mit 17 Grad nicht ganz so strandfreundlich, doch nachmittags löste sich wenigstens der Nebel auf und wir konnten doch noch ein paar schöne Fotos schiessen.

Weiter ging unser Roadtrip auf dem legendären Highway No. 1 durch das beschauliche Monterey, vorbei an Big Sur und weiter südlich nach Cambria. So herrlich die Landschaft auch sein mag, leider war es uns nicht vergönnt, diesen Küstenabschnitt bei Sonnenschein zu geniessen. Wir sassen mal wieder in der dicken Nebelsuppe fest. Schon eigenartig dieses Phänomen. Die Wolken scheinen richtig am äussersten Zipfel der Küste zu kleben. Die riesigen See-Elefanten bei Cambria störte dies aber äusserst wenig. Von dort aus haben wir einen Ausflug zum Hearst Castle unternommen. Ein extravagantes Schloss, welches auf einem Hügel mit Sicht auf die Pazifik thront.

Im total schicken Santa Barbara haben wir den Nebel aber endgültig hinter uns gelassen, yeah! Santa Barbara ist genauso, wie wir uns die Küste Kaliforniens vorstellten: Sonnenschein, palmengesäumte Strassen, schöne Strände, protzige Villen, mondäne Einkaufsstrassen und teure Autos. Eine lebenswerte Region, wenn man das nötige Kleingeld hat.

Über Malibu sind wir dann in die „Stadt der Engel“ eingefahren. Unser erster Los Angeles Stopp war voll und ganz der Filmindustrie Hollywoods gewidmet. In zwei Tagen haben wir einen kurzen Blick auf die Sterne des Walk of Fame erhascht und die Universal und Warner Brother Studios besichtigt. Dort konnten wir einen Blick hinter die Kulissen von Hollywood erhaschen und fuhren durch Filmsets und –studios. Unglaublich, wie klein diese Sets in Wirklichkeit sind, und wie gross sie dann auf der Leinwand erscheinen. Wir fanden es absolut spannend, mal zu sehen, wie und wo diese Blockbuster entstehen und wie überall getrickst und „bschisse“ wird.

Das absolute Highlight aller Highlights - und auch der Grund, weshalb wir diese 2 Tage L.A. vorgezogen haben - war, dass wir es geschafft haben, heiss begehrte Tickets für die Live Aufzeichnung der aktuellen No. 1 Sitcom „Two And A Half Men“ (Mein cooler Onkel Charlie zu deutsch) zu ergattern. So sassen wir doch tatsächlich im Publikum einer Folge der 8. Staffel und sahen Charlie, Alan, Jack und Berta aus nächster Nähe bei den Aufnahmen. Wow, das war ein wirklich cooles, unvergessliches Erlebnis, sind wir doch treue Fans dieser Serie. Doch leider durften wir keine Kamera mit ins Studio nehmen. Schade, aber verständlich natürlich. Und während wir so 4 Stunden am Filmset die ganze Szenerie genossen haben, hat Hauptdarsteller Charlie Sheen doch kurz mal schnell knappe 2 Mio US Dollar eingesackt. Not bad!

Unser erster Eindruck von L.A. war sehr positiv und wir freuen uns, die restlichen Sehenswürdigkeiten mit Vale und Phippu, unserem „Bsuech“ aus der Schweiz, abzuklappern. Bis es jedoch soweit ist, verziehen wir uns für ein paar ruhige Tage in die Wüste von Palm Springs.

Samstag, 14. August 2010

California Dreaming

If you’re going to San Francisco …. dann ist der Nebel nicht weit. Doch wir hatten noch einigermassen Glück und bei unserer Ankunft bot sich uns ein wunderprächtigen Blick auf die eindrückliche Golden Gate Bridge. Ziemlich majestätisch, wie sich diese Brücke über die Bucht von San Francisco spannt. Und die Fahrt darüber war nicht minder eindrucksvoll. Das wichtigste Highlight also konnten wir gleich zu Beginn abhaken und die restlichen 4 Tage nahmen wir uns Zeit, die weiteren Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Rauf und runter, rauf und runter… da bietet es sich doch an, ab und zu auf ein legendäres Cable Car aufzuspringen. Wir besichtigten die umtriebige Fishermen’s Wharf mit tollem Ausblick auf die Gefängnisinsel Alcatraz. Was sonst? Chinatown, Little Italy und die schönen viktorianischen Viertel der Stadt, alles gesehen, alles super gefallen. Und zum Abschluss ging es noch zum Hippie-Gucken ins Epizentrum des Summer of Love ´69 nach Haight / Ashbury.

San Francisco ist eine schöne Stadt mit viel Charme und Stil, es hat uns sehr gut gefallen. Nur das Wetter hätte ein bisschen besser sein können. Apropos Wetter: An der kalifornischen Küste herrscht derzeit ein untypisch kalter Sommer; nassgrau, neblig und kühl. Doch keine 10 Meilen landeseinwärts brutzelt die Sommersonne gnadenlos herab und das Thermometer fällt selten unter die 30 Grad Grenze. Deshalb änderten wir kurzfristig unseren Plan und verliessen „Frisco“ Richtung Sonne. Doch nicht, bevor wir die engen Kurven der berühmten Lombard Street runter gefahren sind.

Soweit so gut. Den Nebel haben wir hinter uns gelassen und die kurzen Hosen wieder „montagiert“, unser Rucksäckli gepackt und die Wanderschuhe geschnürt. Im herrlich prächtigen Yosemite Nationalpark erfreuten wir uns an der eindrucksvollen Landschaft der Sierra Nevada. Ja gut, die Einzigen waren wir nicht gerade. Da derzeit höchste Hochsaison ist, war der ganze Park sehr busy. Doch die Traumlandschaft mit ihren grünen Wiesen, spiegelnden Gewässern und gigantischen Granitfelsen entschädigte für die Menschenmassen und der Ausflug war ein Hit.

Von den hohen Bergen zu den hohen Bäumen … Genauer gesagt zu den höchsten, dicksten und ältesten der Welt. Die wuchtigen, rostroten Sequoia’s im gleichnamigen Nationalpark strapazierten unsere Nackenmuskulatur. Vor lauter staunendem Hinaufschauen auf die über 80 Meter hohen Riesen hatten wir am Ende des Tages beinahe eine Nackenstarre. Woooow!

Wir starten nun nochmals einen Versuch mit der Küste, packen uns schon mal warm ein, schalten die Nebellampen an und hoffen doch noch, dass sich die Sonne am Küstenabschnitt des legendären Highway No.1 blicken lässt.

Mittwoch, 4. August 2010

Westwärts

Startpunkt unserer Reise an den Pazifik war Salt Lake City. In Utah’s Hauptstadt haben unübersehbar die Mormonen das Sagen. Dort schleichen sie nämlich alle bewaffnet mit dem Buch des Heiligen Mormon durch den monumentalen Tempelsquare in der Innenstadt. Irgendwie fühlten wir ständig die bohrenden missionierenden Blicke im Nacken und als wir dann einen kurzen Ausflug in die heiligen Hallen dieser „Sekte“ machten, umgab uns eine künstliche wir-haben-uns-alle-lieb-Aura. Komisch war’s … also nix wir raus und ab in die Berge ins nahe gelegene Park City. Im weltbekannten Skisport-Ort besichtigten wir die Austragungsstätte der Winterolympiade 2002, wo einst „unser Simi“ zu Doppelgold geflogen ist. Die historischen Gebäude des Silberstädtchens und die idyllische Berglandschaft haben uns sehr gut gefallen.

Von den Bergen ging’s dann hinunter in die Salzwüste. Rund um den grossen Salzsee hat die Natur ein skurriles, einzigartiges Bild geschaffen: Schneeweiss, topf-eben und fast bis in die Unendlichkeit (so scheint es) erstreckt sich dieses Gebiet. Dort befindet sich der bekannte Bonneville Speedway, auf welchem immer wieder legendäre Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt werden. Auch wir drehten selbstverständlich mit unserem Auto eine kurze Runde.

Bevor wir westwärts nach Reno (Nevada) aufbrachen, schauten wir uns in Salt Lake City noch schnell die grösste Kupfermine der Welt an. Das Loch ist so tief, dass das Empire State Building locker darin Platz fände. Eindrücklich! Kaum sind wir in Nevada über die Grenze gefahren, klimperte und dröhnte es uns aus den unzähligen Spielautomaten entgegen. An jeder Ecke gibt es einen einarmigen Banditen. Von den vielen Verlockungen in Reno liessen wir uns aber nicht in Versuchung führen, wir sparen uns diesen Spass für Las Vegas auf. Vale & Phippu: Mit euch lassen wir es dann so richtig krachen, yeah!

Nach diesem Nevada-Quickie genossen wir ein paar ruhige Tage am schönen Lake Tahoe in Kalifornien. Weiter gegen Westen fuhren wir durch die Sierra Nevada und hinab ins Goldcountry „El Dorado“, vorbei an alten Städtchen des kalifornischen Goldrausches. Und so landeten wir schliesslich in Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Dort besuchten wir das Capitol und hielten Ausschau nach dem „Gouvernator“. Leider liess sich „Arnie“ aber nicht blicken.

In der letzten Etappe unseres Roadtrips nach Westen haben wir einen Abstecher ins bekannte Weingebiet Napa Valley unternommen. Viele schöne Weingüter haben wir uns angeschaut und wir liessen es uns nicht nehmen, das eine oder andere feine Tröpfchen zu probieren.

Ja … und dann war schon der Pazifik in Sichtweite und im Horizont bohrte sich die rote Golden Gate Brücke durch die sommerlichen Nebelschwaden. Ein unglaublicher Anblick. Doch mehr davon beim nächsten Mal …