Sonntag, 26. Dezember 2010

Grüezi Schwiiz!

Home sweet home!!!!! Wir sind zurück! Am Flughafen Zürich wurden wir überschwänglich von unseren Familien empfangen. Kuhglocken, Handörgeli, Transparente, Blumen … dazu gab’s Champagner und den ersten heissersehnten Cervelat! Wir waren überwältigt, teilweise fast schon ein wenig überfordert. Die Tränen flossen reichlich.

Nachdem sich die erste Aufregung ein bisschen gelegt hatte, ging’s mit dem Büssli auf den Heimweg Richtung Emmenbrücke. Die Schweiz empfing uns in herrlichstem Schneekleid, ein richtiges Wintermärchen, genauso wie wir es uns vor 18 Monaten gewünscht hatten. Unglaublich!

Doch noch nicht genug … eine Überraschung wartete auf uns, doch davon ahnten wir bei der Heimfahrt noch nichts. Wir wurden nämlich auf direktem Wege in die „Chapbe Bar“ chauffiert, wo uns all unsere lieben Freunde erwarteten und willkommen hiessen. Auch da waren wir mehr als sprachlos und gerührt! Ein absolut genialer Abend, wir hätten es uns nicht besser wünschen können! Bei feinen Schweizer Leckereien, dem einen oder anderen kühlen Eichhof, Holdrio und viel Plauderei haben wir bis tief in die Nacht hinein gefeiert. Wir möchten uns an dieser Stelle bei euch allen ganz ganz herzlich bedanken!

Tja, nun ist es definitiv vorbei … 533 wunderbare Tage für die wir zutiefst dankbar sind. Ewig werden wir uns an all die schönen Momente erinnern. So richtig angekommen sind wir nach den ersten paar Tagen zwar noch nicht, das braucht wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit. Doch wir freuen uns auch sehr auf alles, was hier zu Hause noch auf uns wartet.

Wir bedanken uns bei all unseren Bloglesern und die vielen Kommentare. Uns hat das Bloggen rüüdig Spass gemacht und es freut uns sehr, dass wir die einen oder andern zu Ferien oder gar einem längeren Reisli inspirieren durften.

Also ufwiederluege!

Freitag, 24. Dezember 2010

Letzter Halt: Dublin

Nach ziemlich genau 525 Tagen haben wir nach unserem Transatlantik-Flug in Dublin das erste Mal wieder in „good old europe“ aufgesetzt. Nach so langer Zeit weit weit weg, war dies doch ein gutes Gefühl, schon so nahe der Heimat zu sein. Das Wetter empfing uns typisch irisch: Grau, nass und kalt. Zum letzten Mal haben wir also in einem Hostel eingecheckt und machten uns gleich auf die Socken. Denn, viel Zeit blieb uns in dieser Stadt nicht, umso mehr galt es dann, unsere letzten 2 Reisetage optimal zu nützen.

Wir schlenderten durch die weihnachtlich dekorierten Einkaufsstrassen und den Durst löschten wir mit reichlich Guinness in dem einen oder anderen Pub im legendären Temple Bar District. In diesem Viertel reihen sich jahrhundertealte Pubs aneinander, und die Stimmung beginnt jeweils schon nachmittags um 2 Uhr zu kochen. Die Iren sind ein geselliges Volk, bei Bier und Live Irish Folk findet man schnell Gefallen an dieser Kultur, wir fanden’s super! Für uns war dies eine optimale Umgebung um unsere lange Reise würdevoll ausklingen zu lassen. Und so wurde auch unser letzte Abend ganz spontan und unverhofft zu einem letzten Highlight auf unserer Reise.

Mit Hangover und einem nervösen Kribbeln hiess es dann am 18.12. ein letztes Mal Packen, ein letztes Mal einchecken und ein letztes Mal abheben … Die Freude war gross, dennoch waren wir doch auch wehmütig, dass unser grosses Projekt nun definitiv zu Ende geht und die vielen schönen Erlebnisse „nur noch“ in unseren Erinnerungen sein werden.

Je näher wir den schönen, verschneiten Schweizer Alpen kamen, desto mehr stieg unsere Aufregung. Und auch das eine oder andere Tränchen (Carmen) kullerte.

Wir waren gespannt, was uns erwarten würde …

Donnerstag, 16. Dezember 2010

New York City

Ziemlich kalt hat’s uns erwischt … bei 28 Grad in Playa del Carmen gestartet, landeten wir im -5 grädigen, winterlichen New York City. Brrrr … Standesgemäss fuhren wir in einem „yellow cab“ vom JFK-Airport zu unserem Mini-Zimmer an der Südspitze Manhattans, im Financial District. Kaum eingecheckt haben wir sämtliche verfügbaren Kleiderschichten angezogen und sind mit der Subway zum Times Square gefahren. Einfach gigantisch, wir waren überwältigt. All unsere Sinne wurden aufs Extremste berauscht. Nach diesem Wow-Erlebnis war dann eine erste kleidertechnische Notversorgung wegen den bitterkalten Temperaturen bitternötig. Da nützten alle Schichten nichts, richtige Winterkleider mussten her.

Als NYC-Erstbesucher haben wir selbstverständlich die must-do’s ganz zuoberst auf unsere Sightseeing-Liste gesetzt. So nahmen wir Augenschein von der Brooklyn Bridge, der Freiheitsstatue, der Grand Central Station und dem UN-Gebäude, reckten unsere Köpfe hoch zum Chrysler und zum Empire State Building und genossen das tolle Panorama auf dem Rockefeller Skyscraper. Bei der Baustelle des Ground Zero’s kam dann aber schon ein etwas beklemmendes Gefühl auf. Obwohl man die Bilder noch und nöcher aus dem TV kennt, ist es doch sehr speziell, wenn man dort steht und weiss, was zwischen all diesen riesigen Wolkenkratzern geschehen ist.

Als dann der erste Entdeckungsdurst gelöscht war, kam uns der Wetterumschwung gar nicht mal so unrecht. Regen, Schneeflocken und ein eisiger Wind lockten uns in die unzähligen wunderschön weihnachtlich dekorierten Kaufhäuser und Shops. Unsere Kreditkarten glühten … und unser Endorphinausstoss schnellte in die Höhe … zumindest bis die Rechnung kommt :-)

Am vierten Tag zeigte sich die Sonne wieder und so bot es sich an, der Hektik für einen kurzen Moment zu entfliehen und durch den grosszügigen Central Park zu spazieren.

New York in der Weihnachtszeit – das ist definitiv etwas ganz Spezielles. Unzählige Touristen „verstopfen“ die Trottoirs, Weihnachtsklänge ertönen in jedem Laden, Santa Claus ist allgegenwärtig und der berühmte Christbaum beim Rockefeller Center erstrahlt in seinem vollen Glanz. Um das alles noch zu toppen, besuchten wir in der legendären Radio City Music Hall die alljährliche „Christmas Spectacular Show“. Kitschig und schön!

Auch hier in dieser verrückten & tollen Stadt hatten wir eine wahnsinns-coole Zeit und hoffen, nicht das letzte Mal in „Big Apple“ gewesen zu sein. Wieder einmal sitzen wir nun am Flughafen (einstimmungshalber in einem Irish Pub) und warten auf unseren 23igsten Flug, der uns über den grossen Teich nach „good-old Europe“ bringen wird. Nächster und letzter Halt: Dublin, Irland.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Und täglich grüsst...

Das Positive zuerst: Carmen geht es schon viel besser und deshalb klettert mit jedem Tag unser Spassbarometer etwas mehr in die Höhe. Dr. Gutierrez hat grünes Licht gegeben und so konnten wir schon fast „sorglos“ in unsere letzte „Ferienwoche“ am herrlichen Strand von Playa del Carmen starten. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für all die lieben und netten Genesungswünsche von überall her.

Viel Zeit bleibt ja jetzt nicht mehr, bevor uns der Alltag zu Hause wieder einholt. Damit wir uns nicht allzu schwer tun, haben wir uns selbst ein strenges Tagesprogramm zusammengestellt. Und das sieht im Detail wie folgt aus:

6.00: Vor den Deutschen 2 Liegestühle mit Badetüchern besetzen … (neee … 'türlich nur Spass …)

8.30: Mühsames aus dem Bett kämpfen
9.00: Frühstücken am Strand mit Meerblick
10.00: Badehose & Bikini montieren und eincremen
10.05: Bodygrill-Position auf dem Liegestuhl einnehmen
10.10: Wenden
11.40: Re-Wenden
11.50: Erfrischung im karibischen Meer
12.05: 1. Erholungsschlaf
13.00: Hunger – Snack am Beach
13.45: 2. Erholungsschlaf
14.15: Bier
14.30: Bier
14.45: Margarita
15.00: Ui … leichter Sonnenbrand: eincremen
15.30: Erfrischung im Meer
15.40: 3. Erholungsschlaf und Bodygrill
16.00: Wenden
16.30: Re-Wenden
17.30: Duschen, „pudere & panieren“
18.00 – 20.00: Zeit zur freien Verfügung
20.00: Apéro
21.00: Nachtessen
ca. 23.00: „Schlummi“
ab 24.00: Lichter löschen

Unterbrochen haben wir diesen straffen Zeitplan mit 2 lohnenswerten Ausflügen in die Vergangenheit Mexicos in die alte Welt der Maya’s. Zuerst besuchten wir die spektakulär am Meer gelegene Ruinenstadt Tulum. Toll! Der zweite Tagesausflug führte uns zu einem der 7 neuen Weltwunder, nämlich zur alten Religionsstätte von Chichén-Itzá. Die berühmte 9-stufige, 24 Meter hohe Pyramide bildet den Mittelpunkt dieser imposanten archäologischen Stadt. In einer 2-stündigen interessanten Tour haben wir viel Neues von der einstigen, blutrünstigen Hochkultur erfahren. Einmal mehr waren wir fasziniert. Auf dem Rückweg stoppten wir noch kurz bei einer Cenote (Süsswasser-Quelle) und passierten das schmucke spanische Kolonialstädtchen Valladolid.

Zurück in Playa del Carmen und mit den letzten Mariachi-Klängen im Ohr (zugegeben, mit der Zeit recht nervtötend) sind wir nach unfassbar schnellen zweieinhalb Wochen wieder mal am Köfferli packen. Fertig „Ferien“, fertig Sommer. Morgen fliegen wir nach New York City. Wir freuen uns auf möglichst viel kitschiges Ami-Weihnachts-Zeugs und hoffen auf die ersten Schneeflocken nach unserem „Endless Summer“. Das wird sicher super.

Eins soll hier noch gesagt werden: Wir werden euch, liebe Blogleser, bis zum Schluss auf dem Laufenden halten. Also, noch nicht wegklicken! See you!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Turbulente Zeiten am Traumstrand

Eigentlich hatte alles so gut begonnen … In Buenos Aires haben wir uns „ferienfertig“ gemacht und Remo hat eine flotte Strandfrisur verpasst bekommen. Mit unserem 9-stündigen Flug nach Miami überquerten wir zum vierten und letzten Mal auf dieser Reise den Äquator. In Miami zwischengelandet nutzten wir so ganz spontan die 5-stündige Wartezeit auf den Weiterflug, hüpften in den Bus und schauten uns den berühmten Ocean Drive mit seinen Art Deco Bauten in Miami South Beach an.

Knappe 90 Flugminuten später landeten wir schliesslich in Cancún, Mexico, und von da ging’s gleich weiter an die Riviera Maya, nach Playa del Carmen. Zugegeben, Playa del Carmen bietet sicherlich nicht das authentische Mexico-Erlebnis. Aber das wussten wir ja zum Voraus, darauf haben wir uns eingestellt und das haben wir ja jetzt zum Schluss unserer Reise ehrlich gesagt auch gesucht. Also passt es tiptop.

Im charmanten Dörfchen befinden sich unzählige Restaurants und Shops. Und da im Augenblick noch Nebensaison herrscht, ist es hier noch angenehm „unüberlaufen“. Wir haben uns ein kleines Bijou-Hotel ausgesucht, welches direkt am wunderschönen, feinen, schneeweissen Strand liegt. Das Meer ist wohlfühlmässig warm und spiegelt in etlichen Blau- und Türkis-Tönen. Einfach herrlich dieser Anblick. Also rauf auf den Liegestuhl, sönnele, ausspannen und zum Sonnenuntergang einen Margarita trinken. Das klappte alles ganz gut – zumindest die erste Woche.

Doch dann kam alles ein bisschen anders … Carmen verspürte bereits seit einigen Tagen öfters mal Schmerzen im Unterleib. Das wollten wir in der örtlichen Klinik abklären lassen. Nach ein paar Untersuchen und einem Ultraschall kam der Schock: Notfallmässige Operation. Von einem umgehenden Rückflug in die Schweiz haben uns die Ärzte dringend abgeraten. Also gab es keine andere Wahl. Die einstündige Operation verlief „wunschgemäss“ und ohne Komplikationen und danach folgten 2 Nächte im Spital. Seite an Seite standen wir diese schwierige und schmerzvolle Zeit durch und wir waren froh, als wir am Montag das Spital verlassen und in unser Hotel zurückkehren konnten. Nun ist Ruhe angesagt. Die Genesung von Carmen verläuft sehr gut, die Schmerzen werden jeden Tag weniger und wir sind positiv eingestellt. Wie sich das alles auf unsere Rückreise-Pläne auswirkt, wissen wir derzeit noch nicht genau, das hängt von Carmen’s Heilungsverlauf und vom nächsten Arzttermin ab.

Trotz diesen turbulenten Zeiten scheint es so, als hätte ein kleiner Schutzengel auf uns aufgepasst. Das schöne Wetter, die tolle Aussicht auf die karibische See und all die lieben Wünsche von zu Hause geben uns Kraft und wir versuchen, die Zeit hier so gut es geht zu geniessen. Bis bald!