Nach gesamthaft 216 Stunden Zugfahren und 12’516 zurückgelegten Kilometern – was knapp 1/3 des Erdumfangs ausmacht – haben wir in Hongkong das erste Mal wieder ein Flugzeug bestiegen, mit dem Ziel Sapporo auf Hokkaido, der nördlichsten Insel von Japan. Von Sapporo ging’s dann direkt weiter nördlich – selbstverständlich wieder mit dem Zug - in ein verschlafenes Dörfchen in einem Nationalpark. Diese Gegend ist von der Landwirtschaft geprägt, von Bergen, Vulkanen und Wäldern umgeben, und überall leuchten farbenprächtige Blumenfelder.
Nach den vielen hektischen, chinesischen Grossstädten, kam uns dieses ruhige und beschauliche Örtchen gerade recht. Wir haben uns so richtig gut erholt, haben einen aktiven Vulkan bestiegen und an dessen Fuss in einem Onsen (japanisches Thermalbad, gibt’s an jeder Ecke) gebadet. Herrlich!
Wir lernten schnell: In Japan ist alles ÜBER: überpünktlich, überfreundlich, übersauber, überreglementiert und überhaupt … Die kleinen und zierlichen Japaner sind so herzlich und knuffig, man möchte sie alle am liebsten einfach nur drücken. Ihre Offenheit & Hilfsbereitschaft und ihr Interesse und Neugier uns gegenüber imponiert und beseitigt die sprachlichen Barrieren in Nu. Über die Japaner und deren Sitten und Gebräuche werden wir dann mal noch separat berichten, das lässt sich nicht einfach so „zwischendurch“ beschreiben.
Nach unserem Erholurlaub auf Hokkaido ging’s mit dem Shinkansen (super super super Schnellzug) durch den längsten Unterwassertunnel der Welt auf Japans Hauptinsel Honshu. Mit knapp 300 km/h flitzten wir durchs Land und kamen selbstverständlich pünktlich auf die Sekunde an unserem nächsten Ziel Matsushima an.
In der schönen Matsushima Bucht cruisten wir mit einem Böötchen durch die Inselwelt und abends genossen wir das erste Mal das legendäre und absolut köstliche Kobe-Rindfleisch. Mmmh!