In Irkutsk bestiegen wir den Zug für den zweiten Teil der Transsib-Strecke nach Ulan Bator in der Mongolei („nur“ 32 Stunden). Diesmal erwischten wir einen reinen Touristen Zug und genossen es, mit anderen Travellers über Erlebnisse und geschmiedete Pläne zu plaudern.
Nach langen 9 Stunden warten an der russich-mongolischen Grenze wurden wir mit einem freundlichen Lächeln im Land des grossen Dschinghis Khans begrüsst. Uns war sofort klar, dass sich dieses Land in jeder Hinsicht von Russland unterscheidet – sowohl kulturell wie auch landschaftlich.
Die Tage in der Mongolei verbrachten wir in einem Jurten-Camp, umgeben von traumhafter Landschaft (siehe Fotos), abgelegen und ohne Strom. Wir genossen die Ruhe und die Gastfreundschaft der Einheimischen, unternahmen Wanderungen und wagten uns sogar hoch zu Ross. Das war das absolute Highlight, es war so perfekt, fast schon kitschig. Wir konnten auch am nächsten Tag noch von diesem Erlebnis zehren, dank schmerzendem Hintern ;-)
Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt, wir probierten die landestypischen Speisen (frisch geschlachtetes Schaf, wir konnten dem armen Kerl vorher noch tief in die Augen schauen) und auch ein kräftiges Schlückchen Airag – gegorene Stutenmilch – durfte nicht fehlen. @ Hans: ist gar nicht mal so schlimm.
Leider mussten wir nach 3 Tagen dieses faszinierende Land bereits wieder verlassen, mit einem weinenden Auge bestiegen wir den Zug nach Peking. Wir können uns sehr gut vorstellen, nochmals für eine längere Zeit in die Mongolei zurück zu kehren.
