Donnerstag, 24. Juni 2010

Ro Ro Rocky Mountains

„Soli säit de Goalie“ … da sind wir wieder! Und selbstverständlich haben auch bei dem fulminanten Sieg unserer Nati gegen Spanien live am TV mitgefiebert! Olé!

Joooo, ond söscht???? Wir checkten das coole, trendige Whistler ab. Wo im Winter die Snowboarder und Skifahrer ihre Spuren durch den Tiefschnee ziehen, flitzen einem im Sommer die Mountain-Biker und Skater um die Ohren. Leider kamen wir einen Monat zu spät, sonst hätten auch wir uns noch kurz in den Powder stürzen können. Schade, vor allem Remo hat’s sehr gejuckt. Naja … ein anderes Mal vielleicht! Anstelle der Snowboard-Boots schnürten wir uns also die Wanderschuhe an die Füsse und stürmten so den Gipfel. Entspannung fanden wir anschliessend in der Sauna und im Whirlpool in unserer gemütlichen Unterkunft. Ja, und sogar ein Schwarzbär schaute noch kurz bei uns vorbei, als wir so chillig im Jacuzzi sassen… Whistler war super! Wir kommen definitiv mal im Winter zurück!

Danach folgten wir dem Ruf der Rocky Mountains. Hier eine kurz&knappe Zusammenfassung:

Turmhohe Berggipfel? Treffer! Sprudelnde, kristallklare Flüsse? Treffer! Massive Gletschereisplatten die sich ins Tal erstrecken und oben in den gezackten Gipfeln hängen? Treffer! Gewundene Strassen, auf denen das Autofahren echt Spass macht? Treffer! Und was ist mit einer nie zu enden scheinenden Menge an Tieren und den blausten Seen, die man je sehen wird, Wasserfällen, in die sich kaltes Schmelzwasser ergiesst, und Wandermöglichkeiten an jeder Ecke? Volltreffer!!!!

Im Jasper- und Banff-Nationalpark haben wir bei traumhaftem Sommerwetter 10 Tage dieses Postkartenpanorama genossen und die Gegend mit ihrer unberührten Schönheit entdeckt. Besonders Lake Louise hat es uns angetan.

Nach so vielen herrlichen Eindrücken haben wir nun uns für die nächsten 3 Tage in die Weinregion des Okanagan Valley’s zurückgezogen. Hier geniessen wir ein paar ruhige Tage und stellen uns auf das geschäftige Vancouver ein. Shops, Kneipen und Entertainment – Juhui!

Dienstag, 15. Juni 2010

Goldige Zeiten

Unsere letzte Nacht in Alaska verbrachten wir in Fairbanks, das nur knappe 200 km vom Polarkreis entfernt liegt. Damit haben wir den geografischen Höhepunkt unserer Reise erreicht. Da bot sich doch ein Bsüechli beim Samichlaus in North Pole an. Hohoho …

In einer Rekordgeschwindigkeit von nicht einmal 2 Minuten überquerten wir am nächsten Tag den Grenzübergang bei Little Creek von Alaska – USA - nach Kanada. Unsere Fahrt führte ins Herz des Yukon, nach Dawson City.

Dort hat uns das Goldfieber gepackt. Denn, um 1900 brach hier der Goldrausch aus, Tausende versuchten ihr Glück. Und auch wenn dieser Rausch bereits seit Jahren verblasst ist, spürt man noch heute viel von den goldigen Zeiten, wenn man durch die Strassen, vorbei an den historischen Gebäuden und Saloons schlendert. Auch wir versuchten unser Glück und schürften nach Gold im legendären Klondike River, mit bescheidenem Erfolg allerdings. Statt einem fetten Nugget gab’s lediglich Goldflöckchen.

Das kann ja nur noch besser werden, also ab ins Casino, dachten wir uns. Jetzt versuchen wir es halt mit Zocken. Aber auch dort „schäpperte“ es nicht. Dafür erfreuten wir uns an den drei Auftritten der „sexyhexy-Wildwest-Revue-Show“ der Can Can Girls von Diamond Tooth Gertie. Wir fühlten uns gleich um Jahrzehnte zurück versetzt. Das war grandios!

Nach Dawson City legten wir einen kurzen Zwischenstopp in Whitehorse ein, und danach, ob ihrs glaubt oder nicht, setzten wir uns satte 40 Stunden (nonstop) in den Greyhound. Runter ging’s 2’697 Kilometer auf dem legendären Alaska Highway entlang der Rocky Mountains nach Vancouver. Die Fahrt war laaaang und zääääääh, wurde aber dann doch dann und wann mal durch Bären-, Moose- und Büffel-Crossing unterbrochen. Fast wie auf einer Safari.

Wir haben in Vancouver ein neues Mietauto gefasst und sind gleich nach Whistler – Winter-Olymiastätte 2010 – gebraust. Hier haben wir unser Lager beim Gasthof Heidi aufgeschlagen, und werden uns dann in unserem nächsten Blog von unseren Erlebnissen berichten.

Ach ja: Die Schweizer Fahne ist auch bei uns gehisst: Hopp Schwiiz!

Samstag, 5. Juni 2010

Into The Wild

Am Flughafen von Honolulu verabschiedeten wir uns nur ungern, nicht nur von Hawaii, sondern auch von Mami-Lisa und Andy. Doch unser Flug nach Anchorage begann schon vielversprechend, sassen wir doch im Flugzeug direkt neben einer richtigen Eskimo-Familie. Ihre Erzählungen und der Blick aus dem Fenster beim Anflug auf Anchorage auf schneebedeckte Berge, steigerten unsere Vorfreude auf Alaska umso mehr.

Erstes Gefühl hier: kalt, brrrr …… (6 Grad morgens um 6 Uhr) … also nix wie los mit unserem schicken Mietwagen zum warme Kleider shoppen. Und wenn man schon mal dabei ist, rüsteten wir uns auf und erstanden sowohl Bärenglocke wie auch einen Anti-Grizzly Pfefferspray. Bei 30'000 wilden Grizzlies hier braucht es dies tatsächlich, kein Witz! Gut eingemummelt verbrachten wir die ersten 2 Tage in Anchorage und Umgebung. Wir erklommen den Hausberg, schlittelten im Schnee runter und abends klöpften wir uns ein Original Emmi-Chääsfondue in den Reiskocher. FigugegL ;-)

Raus in die Wildnis, los gings südwärts, auf die Kenai Halbinsel. Von dort aus stachen wir bei Seward ins Meer und unternahmen eine einmalig schöne Schiffstour durch die Fjordlandschaft Alaskas. Wir hatten unglaubliches Glück und sahen bei Sonnenschein die ganze Facette von Alaskas Tierwelt: Orcas, Buckelwale, Bären, Adler, Robben …. ja und sogar einen enormen Gletscherabbruch ins Meer, inklusive darauffolgendem Mini-Tsunami, durften wir erleben. Nicht nur wir, sondern auch die Schiffscrew war ganz aus dem Häuschen! Einmalig!

Sowieso: Vieles ist einmalig und speziell. Man merkt überall, dass der Mensch hier mit der rauen und wilden Natur zusammenlebt und seine Ressourcen daraus schöpft. Es wird überall gefischt und gejagt, und in jedem Supermarkt hängen die ausgestopften Jagdtrophäen der stolzen Jäger. So ist es hier auch ganz normal, mit Gummistiefeln und Holzfällerhemd abends ins Pub zu gehen. Keine Frage, auch wir wollten da mitmachen, haudihoo! Wir folgten den bärtigen Einheimischen in die „Dorfspunte“, tranken Bier und zogen uns das rustikale alaskanische Nightlife-Feeling rein. Super war’s! Stolpert man dann morgens um halb 3 aus dem Pub, geht am Horizont die Sonne schon fast wieder auf. Denn wirklich dunkel wird es hier im Hochsommer nie.

Vom einen Abend-teuer zum nächsten Abenteuer: Auf der Durchfahrt Richtung Denali Nationalpark machten wir Halt im alten Goldgräberdorf Girdwood. Nach Gold suchten wir zwar nicht (das machen wir dann am Klondike im Yukon), doch das alte Städtchen sahen wir uns selbstverständlich kurz an.

Im Denali Nationalpark dreht sich alles um den Mt. McKinley (höchster Berg Nordamerikas) und die Weiten der arktischen Tundra mit dem vielfältigen Wildlife. Mit dem Tourbus fuhren wir “Into The Wild“. Von den Big Five sahen wir alle: Grizzlies, Caribou, Moose, Bergschafe und sogar einen scheuen Wolf. Nur der „cheibe“ Berg wollte sich seinem Wolkenkleid nicht entledigen. Naja, halb so schlimm. Die Landschaft haute uns so oder so schon um.

Unsere Reise geht nun weiter mit dem Bus nach Fairbanks, nahe des Polarkreises. Und von dort werden wir die Kanadische Grenze überqueren und hoffen auf goldige Zeiten in Dawson City am Klondike, im Herzen des Goldrausches. Falls ihr also nichts mehr von uns hören solltet, haben wir einen fetten Goldnugget gefunden und sind dann mal weg, hehehe!

Wir hätten noch soviel zu erzählen, doch jetzt lassen wir die Bilder sprechen. Diese unberührte Natur, Wildnis und endlos scheinende Weite kann man nämlich kaum in Worte fassen. Dafür haben wir umso mehr Fotos und ein kleines Filmchen zum Bestaunen für euch.


Movie: naluriders - into the wild