¡Hola amigos! Wieder etwas Zeit ist vergangen und mittlerweile haben wir den Kontinent und die Sprache gewechselt. ¡Bienvenido América del Sur!
Vor dem kurzen Stop-Over in Panama konnten wir sogar noch schnell auf den Panamakanal runter güggslen. Und schon bald tauchten die schneebedeckten 6’000er der Anden links unter unserem Flügel auf. Gelandet sind wir dann aber auf Meereshöhe und die ersten Südamerika-Eindrücke haben wir in Peru’s Hauptstadt Lima gesammelt: Farbig, laut, chaotisch, staubig, freundlich, improvisiert und total spannend. Wir finden’s super! Nur die ungeheuren Abgase machten unseren Augen und Lungen ziemlich zu schaffen. Uns hat diese Stadt, die sicherlich nie einen Schönheitswettbewerb gewinnen wird, trotzdem begeistert. Von den ersten Eindrücken waren wir so „auf der Schnörre“, dass die eine Hälfte von uns ein Erdbeben der Stärke 5,7 nachts um 3.00 Uhr sogar verschlafen hat. 30 Sekunden lang hat’s gerüttelt und geschüttelt wie wild, doch 50% von uns war nicht wach zu kriegen.
Unsere erste Fahrt im superbequemen und topmodernen Bus (da könnten sich die Ami’s eine Scheibe abschneiden) führte auf der Panamericana südwärts in die Wüste nach Nazca. Nazca ist weltberühmt für die Linien und Figuren im Wüstensand und selbstverständlich haben wir uns diese mysteriösen, jahrhundertealten Geoglyphen auch angeguckt. Aliens haben wir keine gesichtet und auch Erich von Däniken sind wir nicht über den Weg gelaufen. Das heisse, staubtrockene Nazca liessen wir dann hinter uns und weiter ging die Reise, entlang an der schönen Küste Peru’s nach Arequipa. Mit dem tosenden Meer auf der einen Seite, und der trockenen Hügellandschaft auf der anderen Seite verging die 10-stündige Fahrt wie im Flug.
Arequipa – die weisse Stadt – haben wir uns nebst der wunderschönen kolonialen Altstadt und den traditionellen Lebensweisen aus zwei weiteren Gründen für einen 10-tägigen Aufenthalt ausgesucht: 1. Spanisch lernen und 2. Akklimatisieren auf höhere Höhen. Arequipa liegt nämlich auf 2'400 m.ü.M. und eignet sich deshalb bestens, unseren Körpern die Erklimmung der 3- bis 4'000 Meter hohen Anden zu erleichtern. Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Und dies in dieser tollen Stadt am Fusse des 6'000er Vulkans „El Misti“. Die Schulbank zu drücken hat uns grossen Spass gemacht, und dank den netten, charmanten Lehrerinnen und Privatunterricht haben wir das eine oder andere Wörtchen Spanisch gelernt. Nebst Spanisch büffeln blieb aber noch genug Zeit, sich auf Land und Leute einzulassen und die südamerikanische Lebensweise der Städter auf uns wirken zu lassen. Bei einem Ausflug auf’s Lande konnten wir ausserdem einen ersten Einblick in die traditionelle, ländliche Lebensweise erhaschen.
Für uns wird die Luft jetzt im wahrsten Sinne des Wortes dünner; wir steigen auf das Hochplateau der Anden auf, tauchen ein in die Welt der Inkas und werden uns in den nächsten Tagen zwischen 3'000 und 4'000 Metern über Meer bewegen. Kurz Luft holen – es bleibt spannend.