Mittwoch, 14. Juli 2010

Reise nach Jerusa ... ääh: Yellowstone

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön … das zumindest dachten wir uns, als wir in Seattle unsere 20-stündige Reise in die Wüste nach Salt Lake City antraten. Gut, die ersten 6 Stunden waren noch völlig okay. Als wir dann aber im „Nirgendwo von Idaho“ den Bus wechseln mussten, nahm das Theaterstück seinen Lauf. Zur Auswahl für die Weiterfahrt standen zwei völlig herunter gekämpfte Busse, einer schlimmer als der andere. Dazu kam noch, dass sie bereits bis fast auf den letzten Platz gefüllt waren. So glich das Besteigen des Busses eher einer „Reise nach Jerusalem“. Als dann doch noch alle ein Plätzli gefunden hatten und beide Busse bis zum Bersten gefüllt waren, konnte die fröhliche Fahrt endlich weitergehen. Hm … hoffentlich geht das nur gut, und die Bremsen halten, dachten wir uns. Und tatsächlich … nach nur einer Stunde gab Bus Nr. 1 (zum Glück nicht unserer, yeah) seinen Geist auf und die Passagiere strandeten in der Einöde. Wer weiss, vielleicht stehen sie ja immer noch da? Unsere Fahrt zumindest wurde fortgesetzt. Die restlichen 13 Stunden nun im Schnelldurchlauf: Der überforderte Chauffeur musste sämtliche Leute an den Stationen abwimmeln, der ganze Bus wurde mitten in der Nacht von der Polizei kontrolliert, und nachdem der Fahrer mitteilte, dass er die Klimaanlage abschalten müsse, da der Motor zu überhitzen drohte, waren wir mehr als froh, als wir morgens um 6 Uhr endlich in Salt Lake City einfuhren. Aussteigen, Gelenke entknoten und tiiiiief durchatmen. Das war ein Höllenritt! Wir hätten nie gedacht, dass wir solche Zustände in der sogenannten Weltmacht USA vorfinden würden. Ach, wie gerne haben wir uns an die Busse in Asien erinnert, wo wir sogar Ledersitze mit Massagefunktion und eigenem TV hatten. Trotz all dieser Umstände war doch die Landschaft äusserst reizvoll und es ergaben sich ein paar interessante Gespräche mit Amerikanern.

Mit dem neuen Mietauto fuhren wir von Salt Lake City direkt hoch nach Wyoming, in den grossartigen und vielfältigen Yellowstone Nationalpark. Tiere und Geysire (hier befinden sich die Hälfte aller Geysire weltweit) kommen hier ganz gross raus. Bei sommerlichen Temperaturen durchquerten wir in 2 Tagen die bunten geothermischen Gebiete, in denen es überall blubbert, zischt und dampft. Tiefe Canyons mit Wasserfällen und weite Ebenen mit Büffelherden runden dieses Bild von einer nahezu perfekten Natur ab.

Wir verliessen den Nationalpark durch das Land der Schoschonen-Indianer (dies ist keine Erfindung von Bully, diesen Stamm gibt es wirklich) und schlugen unser Tipi bei den Cowboys auf. In Buffalo Bill’s Heimatstadt Cody besuchten wir ein Rodeo. Das gehört quasi zum Pflichtprogramm, wenn man schon mal in der selbsternannten Hauptstadt des Rodeo’s weilt. Ein 2-stündiges, superinteressantes Cowboy-Spektakel mit Pferde- und Bullenreiten, Lasso werfen und Kälber einfangen … das ist Amerika pur – howdy hoo!

Da uns dieser Lifestyle so gut gefällt, werden wir auch die nächsten 2 Wochen in der Gegend der Cowboys und Indianer verbringen. Allerdings zieht es uns südwärts, in die Wüsten-Region rund um Arizona.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ou mannn oh mann...!esch das super du!
he meud entschoudige asi mi erst jetz melde aber die tägleche resozialisierigs therapiesetzige bim dr. stutz näme mega zit in asproch ond er hed mer usdröcklech gseit, inere erste phase (rond 1 monet nach der reis) dörfi mi ned med sache befasse wo a landschaft, reise, usw erinnere. nach 3-4 röckfäu, verschniede vo de flipflops, azönde vomene reisebüro, med em surfbrett dor olte downtown spaziere usw. beni jetz langsam ufem weg der besserig, hani amu em dr. stutz gseit:-)drom esch mini reisebewätigongstherapie jetz fertig...ond drom hani schön zit üch d schriebe!
he dasch jo ongloublech was der erläbet, aso wörd säge das öbertrefft aso fasch es bezeli neuseeland.... xhgsjdghqdhqdv...sorry be grad verschrocke, der chef esch ine cho ond hed mi bim fiji bitter drenke verwötscht aber er esch e verständleche...so wo beni gsi ha jo esch jo der hammer. ond öbrigens de cowboy style chond üch ächt guet. e weiss d fabi hed scho gschrebe gha wäg üchem alska föumli aber chönde der sedigi sache bitte lo si, das löst bi mer es PTBS (Posttraumatischi Belastigstörig)us, der dr. stutz hed gseit sig ned gsond:-)nei dasch jo super gsi...!
he jo was söui üch no säge osser as ders witerhen söued gniesse, as der witerhen so cooli brechte (ohni föumli:-)) meud mache ond heid witerhen sorg.
möcheds guet der 2

Anonym hat gesagt…

ups ha no mi name vergässe...!
möcheds guet grole:-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Remo und Carmen hoffe es gehe Euch gut der neue Blogg ist mega.Es ist ein Packet angekommen. Wir wünschen Euch weiterhin schöne Erlebnisse.Es liebs Grüessli us Rohtenburg

Mirjam van Zweden hat gesagt…

Hey wow cooooool. Keep on rooooolllling. Big Hugs Mirjam