Samstag, 27. Februar 2010

... und: Action!

Genau das möchten wir in der Adrenalin-Metropole Queenstown erleben.

Doch vorher genossen wir die morgendliche Ruhe auf einer gemütlichen Bootsfahrt durch den spektakulären Milford Sound – Neuseelands Touristenmagnet Nummer 1. In dieser Fjordlandschaft gab es Delfine, Seelöwen, Wasserfälle und jede Menge anderes tolles Naturzeugs zu sehen.

Und dann kam Queenstown. Schon die Anfahrt war vielversprechend: Eingebettet zwischen Bergen, an einem türkisblauen See, schlängelte sich die Strasse zu diesem wunderbaren Dörfchen hin. Langeweile ist in Queenstown ein Fremdwort, hier ist schneller, höher, tiefer … einfach nur extremer angesagt. Aus diesem riesigen Angebot aus Bungy-Jumping, Rafting, Caneoning, Fallschirmspringen, etc., haben wir uns für dann aber für die Attraktion in Queenstown schlechthin entschieden: Ein Thril-Ride in einem 500 PS starken Jetboat, das uns mit 80 Sachen schwindelerregend nahe an den Felsen vorbei, durch den engen Canyon auf dem Shotover River schoss. Ooooaaaah, man, "das het gfägt"!!! Wir finden, das ist ein must-do in Neuseeland. Aber seht doch selber im Filmchen unten.

Jaja … nach 3 tollen Tagen fiel uns der Abschied ziemlich schwer. Mehr als einmal haben wir uns überlegt, ob wir nicht doch ein bisschen länger, oder vielleicht sogar vielmehrlänger, dort bleiben wollen. Hier liesse es sich sehr schön leben … Nicht umsonst hat Mister Jackson viele seiner Szenen aus der Trilogie in dieser Region abgedreht.

Aber … unsere Reise ging weiter. Wir drei (unser Van und wir) flitzten über die Landstrassen von Queenstown, über Wanaka an die Westküste der Südinsel. So standen wir dann tags darauf vor den imposanten Gletschern Fox und Franz Josef. Dort haben wir ein paar Wanderungen unternommen und konnten sehr nahe an das ewige Eis ran.

Danach fuhren wir, der Küste entlang, auf dem Westcoast Highway Richtung Norden hinauf. Diese Strasse ist zu Recht in der Lonely Planet Bluelist unter den ersten 10 der weltweit schönsten Strassentrips aufgeführt. @ Caro und Enzi: Unbedingt zu empfehlen.

Es ist ja schon unglaublich was Neuseeland zu bieten hat: Da fährt man nur ein paar Stunden und durchquert mehrere Vegetationszonen. Seen, Regenwald, Gletscher, raues Meer, Sandstrände wechseln sich ab… ein richtig kleiner Mikrokosmos. Man kommt immer wieder ins Staunen.

And last but not least, und sogar seeeehr wichtig: Hier kommt ein dickes Dankeschön an euch Blogleser für all die tollen Kommentare, die uns jedes Mal sehr erfreuen! Schön, dass wir euch unsere Begeisterung ein bisschen weitergeben können. Und gut zu wissen, dass die eine oder der andere uns folgen würde, falls wir uns doch noch entscheiden würden, hier zu bleiben … hehehe ;-)



Film ab!

Samstag, 20. Februar 2010

Ab in den Süden

und zwar genau genommen auf die Südinsel Neuseelands. Willkommen im Land der "Kiwis" & Schafe…Und so viel nehmen wir schon mal vorweg: Von diesen Wollknäueln hat es hier wirklich extrem viele, überall stehen sie gemütlich auf den Feldern herum….!! Klischee bestätigt!

Aber der erste Eindruck von Neuseeland war TEMPERATURSCHOCK!!!. Vom sonnig warmen Sydney sind wir nach 3 Flugsstunden und ein paar Breitengraden südlicher im nur 16 grädigen, nasskalten Christchurch gelandet. Dick eingemummelt (endlich konnten wir nun auch mal wieder unsere Pulli’s und Kappen benützen, hat also doch noch etwas Gutes) haben wir dann voller Spannung unser „Büssli“ entgegengenommen. Wow! Unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen: Der 4WD SleeperVan ist bestens ausgestattet und super bequem. Zwar ein bisschen eng, aber für uns zwei Novizen-Camper eigentlich just perfect! So haben wir alles eingepufft, uns eingerichtet, denn die nächsten 6 Wochen sind wir Camper! Wie praktisch alle Touris hier in Neuseeland.

Apropos Camper: Ja, auf diesen Campingplätzen verkehrt eine lustige Klientel, so ganz anders als in den coolen Backpacker’s in Australien. Hier trifft man Wandervögel, Velofahrer und sonstige Outdoorfreaks. Uns gefällts. Dennoch wollen wir so oft wie möglich mitten in der Natur und abseits der Campingplätze übernachten.

So, jetzt kann’s losgehen, let’s fetz! Kaum hatten wir das schöne Städtchen Christchurch hinter uns gelassen, eröffnete sich uns die anmutige Landschaft Neuseelands. Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr raus, und hinter jeder Kurve erblickten wir ein neues, fantastisches Panorama. Wir nahmen die Küstenstrasse Richtung Halbinsel Akaroa und von da aus steuerten wir die Ausläufer der südlichen Alpen an. Auf dem Weg dorthin passierten wir verschiedene Schauplätze der "Herr der Ringe" Trilogie. Legendär!

Im weitläufigen, menschenleeren MacKenzie Country campierten wir unter den sagenhaften Sternenhimmel und genossen am Morgen danach einen wunderschönen Sonnenaufgang über dieser atemberaubenden Landschaft. Im Horizont erspähten wir dann schon früh die Schneegipfel und Gletscher der südlichen Alpen – Heimatgefühl setzte ein!

Also nix wie los! Jetzt wird gekraxelt. 7 Stunden, je1000 Höhenmeter (rauf und wieder runter) und viele superschöne Ausblicke zum Mt. Cook und den Gletschern bescherte uns die Wanderung zur Müllers Hütte. Wir konnten noch zwei Tage danach von diesem tollen Erlebnis zehren, und zwar in den Oberschenkeln ;-) Puuuh!

Nach den alpinen Erlebnissen ging der Roadtrip weiter, zurück an die Küste. Wir passierten Dunedin und übernachteten schliesslich in Colac Bay, am südlichsten Punkt von Neuseeland. Somit sind wir auch am südlichsten Punkt von unserer Weltreise angelangt. Von hier aus blickt man praktisch rüber zur Antarktis.

Unsere erste Woche Neuseeland ist bereits vorüber, wir fühlen uns hier pudelwohl (ausser: es könnte noch ein bisschen wärmer werden), das Campen haben wir schon voll im Griff, und wir freuen uns auf die verbleibende Zeit bei den Kiwis.

Anmerkung der Redaktion: Sorry, das wir so viele Superlative benötigen … Doch, wie man sicherlich merkt, sind wir wahnsinnig begeistert von diesem Land!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Und zweitens kommt es immer anders …

… als man denkt. Ja, beim Reisen muss man halt flexibel sein. Wollt ihr wissen warum? Also gut:

Zuerst verbrachten wir noch 4 Tage in Queenslands Hauptstadt Brisbane und haben die Annehmlichkeiten einer Grosstadt genossen (Kino, Sightseeing, Shoppen etc.). Nebenbei haben wir die Zeit genutzt, um Pläne für die verbleibende letzte Woche in Australien zu schmieden.

Übrigens, es war mal wieder an der Zeit, so ganz zufällig ein bekanntes Gesicht aus der Heimat anzutreffen. So geschah es dann auch in der Küche der YHA von Brisbane. Dort lief uns nämlich Markus Zemp, ein ehemaliger Nachbar aus der Oberen Erlen und "Mitstift" von Remo über den Weg.

Also zurück zu unserem Plan: Wir wollten ein paar Tage so richtig mit anpacken auf einer Farm im Australischen Outback bei Rockhampton. Alles war organisiert und so setzten wir uns in den Bus Richtung Norden. Mitten in der Nacht, um 3 Uhr morgens, stiegen wir an unserem Ziel aus – bei strömendem Regen. Wir checkten kurz die Wettersituation und entschieden ultra-super-spontan, unsere Reise mit dem Bus um ein paar Stunden zu verlängern – so wurde es insgesamt eine 18-stündige Fahrt. Der Grund dafür war der Zyklon Olga, welcher in dieser Region wütete und die folgenden Tage für starke Regenfälle und Überflutungen sorgte. Ja, schade war’s. Es wurde leider wieder nichts mit einem Ausflug ins Outback. Aber es ist halt Regenzeit in Queensland und das erfordert eine gewisse Flexibilität.

Unsere Entscheidung wurde aber belohnt mit zwei super tollen Tagen in Airlie Beach, wo wir einen Cruise zu den wunderschönen Whitsunday Islands machten.

Und schwupps-di-bupps … noch ein letztes Mal in den Bus sitzen und ab nach Cairns. Dort waren wir bei Melanie (ehemalige Schulkollegin von Remo), Mick & Hausvogel Chilli zu Gast. Sie leben dort nämlich seit 10 Jahren. Nach dem Bummeln durch Cairns steuerten wir am zweiten Tag das Great Barrier Reef an. Dieser sonnige, tolle Tag – zwischen bunten Fischen und Korallen - zählt unbestritten zu den Highlights unserer Weltreise. Mit unseren Gastgebern verbrachten wir dann unseren letzten Tag in Cairns im grünen Regenwald um Kuranda. @ Melanie und Mick: vielen herzlichen Dank für die schöne Zeit!

Ach ja, noch ein kleine Überraschung flog uns in Cairns vor die Linse: Ein Rettungshelikopter – mit medizinischem Interieur von Remo’s ehemaliger Firma (Aerolite) ausgestattet - landete direkt vor uns. Wir nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Schwatz mit der Crew und einem Blick auf die ehemalige Arbeit. Zufälle gibt’s …

Mit dem Flieger düsten wir dann die Küste runter, nochmals nach Sydney. In diesen drei Tagen gingen wir in den schön gelegenen Taronga Zoo, wurden nochmals von Bronwen und Alois mit einem OZ-BBQ verwöhnt und abends zogen wir mit Fabienne (Freundin von Carmen) und Bese um die Häuser. Die beiden sind am Ende ihrer 2-monatigen Australien-Reise angelangt und da wir das dies wussten, richteten wir es uns ein, sie in Sydney zu treffen. @ Fabienne und Bese: Es war cool mit euch! Und nochmals ein Riesen-Thanx für den Surfboard-Transport!

So, das war’s aus Australien – bye bye Down Under. Jetzt geht’s rüber zu den Kiwi’s. Wir ziehen uns schon mal warm an … es soll ja angeblich etwas kälter sein dort ;-)

Donnerstag, 28. Januar 2010

Sommersonnesonnenschein...

… und das mitten im Januar ;-) Tja, wenn ihr Daheimgebliebenen uns ab und zu "gluschtig" macht mit Snowboard-Pics und Fasnachts-Stimmung, da müssen wir selbstverständlich nachziehen!

Im Augenblick geniessen wir das hochsommerliche Australien an der Küste zwischen Gold Coast und Sunshine Coast.

Unser erster Stopp war im legendären und bekannten Städtchen Byron Bay. Hierher, an den östlichsten Punkt Australiens, zieht es viele Sonnenanbeter und Surfer aus aller Welt. Es ist auch wirklich traumhaft. Mit Andy und Gianna (die beiden kennen wir aus Newcastle) krackselten wir zum schönen Leuchtturm und genossen anschliessend eine kühle Erfrischung im glasklaren Meer. Die Jungs gingen surfen, und die Mädels arbeiteten an ihrer Bräune. Und als wären das noch nicht genügend Highlights gewesen an diesem Tag, während einer Surfsession schwammen, keine 30 Meter entfernt, mehrere Delfine an uns vorbei. Gigantisch!

Zu fünft ins Auto gepfercht – nebst vollbepackten Rucksäcken – ging unsere Reise weiter, über das eher enttäuschende Nimbin, an die Gold Coast von Queensland. Nimbin ist ein "sagenumwobener" Hippie-Treff, mit vielen Freaks und Flowerpower-Atmosphäre. Aber wie schon erwähnt, keine Reise wert, fanden wir.

Schon bald tauchten am Horizont die Hochhäuser von Surfers Paradise auf. In Australiens Tourismushochburg gönnten wir uns (dafür mussten wir mit 69 CHF pro Ticket tief in die Tasche greifen) einen Besuch im Warner Brothers Movie World. Achterbahnfahren was das Zeugs hält. Wow, das war lustig!

Und schon nahte der letzte Tag zu dritt. Nachdem wir mehr als 7 Wochen zusammen unterwegs waren, und eine supertolle Zeit zusammen hatten (@ Holle: geil esch es gseh), brachten wir Holle an den Flughafen von Brisbane, wo er das Flugzeug nach Melbourne bestieg. Er geht "unseren Roger" vor Ort unterstützen und wir sind seit Beginn der Australian Open jeweils live per TV am supporten.

Und dann war da noch Noosa … ein Ort, den wir genauso wiedergefunden und wiedergeliebt haben, wie damals vor 7 Jahren. Ein herziges Städtchen, gebaut an Kanälen und Lagunen, eingebettet in schöner Landschaft und mit tollen Stränden … dort lässt es sich wahrscheinlich am schönsten Leben in ganz Australien.

Hier schwangen wir uns auf den Drahtesel und mieteten am Australia Day (Nationalfeiertag) mit unseren "alten" Bekannten Gianna und Andy eine bescheidene Yacht, mit der wir durch die Kanäle und vorbei an Lagunen manövrierten – Schiff ahoi! Das machte richtig Spass! Unser neues Heim (siehe Pics) haben wir übrigens dabei auch gefunden. Was uns noch fehlt, sind zahlkräftige Investoren ;-) Bitte melden!

Das war’s aus Noosa. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Brisbane und dann "schau’n mer mal" …

Montag, 18. Januar 2010

Wir spielen Cowboy und Indianer

Von den blauen Bergen ging unsere Reise weiter, zurück an die Küste nach Newcastle. In dieser Hafenstadt haben wir nur einen kurzen Besuch eingelegt – gratis BBQ, günstiges Bier und eine nette Bekanntschaft mit Gianna und Andy, das beschreibt unseren Boxenstopp dort am Besten.

Uns zog es weiter, zurück ins Ländliche. Im Hunter Valley fanden wir, was wir suchten: Eine supertolle Unterkunft, mitten im Grünen gelegen, umgeben von Weinbergen und schönen Weingütern. Das nutzten wir natürlich aus, machten mal wieder "Winetasting" und gönnten uns dazu das eine oder andere gute Stück Fleisch auf dem Grill.
Ach ja … Remo und Holle acherten noch ein bisschen auf dem Golfplatz von Cessnock herum … das erste Mal auf dem "Green", und gleich 18 Loch gespielt. Der "Tiger" soll sich warm anziehen, grrrrr ;-)

Genug gechillt, gegolft und gesoffen … ab zu den Jillaroos und Jackaroos (Cowboys und Cowgirls von Australien) … wir wollten Kuhmist riechen, Kühe brandmarken und Lämmer schlachten. Also, auf nach Tamworth, in die Country Metropole Australiens und Heimat der berühmten "Big"-Golden-Guitar (hehehe, war die aber munzig …). Naja, gemacht von dem haben wir nichts … das ganze Dorf war eher enttäuschend, wie die grossangekündigte Gitarre, und so verliessen wir nach nur einer Nacht das Hillybilly-Dorf.

Über den Waterfall-Way mit vielen schönen Nationalparks, diversen Lookouts und Wasserfällen, mitten im Regenwald gelegen, erreichten wir schliesslich das "new-age"-angehauchte Dörfchen Bellingen.

Bei den Hippies haben wir uns von Anfang an super wohl gefühlt (nein Mami’s, wir haben keinen Joint geraucht). Mitten im Regenwald war unsere gemütliche YHA, mit einer Veranda, auf welcher wir das abendliche Schauspiel der startenden Flughunde beobachten konnten.

Indianermässig, mit Paddel ausgerüstet und Kanu's unterm' Arsch haben wir eine Erkundungstour auf dem Bellingen River unternommen. Mit Rainforest-Walking, Waterfall-Swimming, Lookout Watching, Ping-Pong-Competition und Windhund-Rennen-Wetten waren unsere Tage dort ausgefüllt.

Nun geht's weiter an die Küste … wäre mal wieder an der Zeit, ein paar Wellen zu "shredden" … let's fetz!