Montag, 26. Oktober 2009

Geschwindigkeitsrausch in Kuala Lumpur

Und schon wieder sind ein paar Tage vergangen seit unserem letzten Post aus Singapur. Mit dem super bequemen Luxus-VIP-Bus überquerten wir die Grenze zu Malaysia und fuhren nach Kuala Lumpur. Unser Hostel in KL (wie man hier so lässig sagt) hatten wir mitten im Shopping- und Business-District mit Sichtweite zu den Petronas Twin-Towers. Selbstverständlich haben wir diese Sehenswürdigkeit Nummer 1 auch gleich am ersten Tag besichtigt. Mit ihren 452 Metern Höhe überragen die Zwillingstürme die Stadt. Einst waren sie die höchsten Türme der Welt. Wir waren von der Architektur und der Schönheit dieser Türme sehr beeindruckt. Und wenn man so direkt am Fusse davon steht und hinaufschaut, hat man das Gefühl, es will nicht mehr enden.

Ganz unerwartet haben wir erfahren, dass an diesem Wochenende das zweitletzte Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft auf dem Sepang F1 Circuit in der Nähe von Kuala Lumpur stattfindet. Obwohl wir beide ja nicht gerade die grössten Töff-Fans sind, liessen wir uns die Gelegenheit, dieses Spektakel live zu erleben, nicht durch die Lappen gehen. Da wir am Renntag (Sonntag) bereits im Vorfeld unseren Weiterflug nach Bali gebucht hatten, konnten wir am Rennen selbst leider nicht vor Ort sein. So besuchten wir das erste freie Training und durften sogar durch die Boxengasse laufen, wo wir die Maschinen, Mechaniker und Fahrer aus nächster Nähe betrachten konnten. Das absolute Highlight war, dass wir vom mittlerweile 9-fachen Weltmeister und absoluten Superstar der Moto-GP-Szene Valentino Rossi ein Autogramm ergatterten.

Von der Tribüne aus hatten wir danach den perfekten Blick auf die Rennpiste, wo die Fahrer in unglaublich irrem Tempo und ohrenbetäubendem Lärm ihre Runden absolvierten. Absolut crazy und nicht zu vergleichen, wenn man ein solches Rennen am TV verfolgt. Vom Geschwindigkeitsrausch dieser Fahrer angetan, verfolgten wir selbstverständlich auch das Training „unserer“ Schweizer Fahrer Tom Lüthi und Randy Krummenacher.

Zurück in der KL und doch ein bisschen traurig, dass wir dieses Rennspektakel am Sonntag verpassen würden, freuten wir uns dann aber sehr auf das Treffen mit unserem „Buddy“ Stefan Kaufmann aus Luzern. Er ist im Augenblick geschäftlich in Malaysias Hauptstadt. Wir gingen fein essen, gönnten uns ein paar Drinks und hatten einen tollen, lustigen Abend. @ Stefan: Melde dich doch, wenn deine Business-Pläne unser Reiseroute nochmals kreuzen. Es war cool!

Diesen Blogbeitrag schreiben wir übrigens bereits aus Bali – und hier bleiben wir die nächsten 2 Monate. Aber nein nein, wir werden auch hier viel erleben und so müsst ihr nicht 2 Monate auf unseren nächsten Bericht warten. Bis dann, let’s surf now!

Montag, 19. Oktober 2009

Dem Äquator so nahe ...

… und zwar ungefähr 135 Kilometer nördlich davon entfernt, haben wir die letzten 10 Tage in Singapur verbracht.

Naja, eine Liebe auf den ersten Blick war es nicht mit dieser Stadt. Aber was nicht ist, kann noch werden dachten wir uns. Und tatsächlich freundeten wir uns von Tag zu Tag mehr mit Singapur an.

Aber beginnen wir doch von Vorne: Das Zimmer bezahlt man, bevor man einen Blick hinein werfen konnte, die Kleider kauft man, ohne sie vorher probieren zu dürfen und sogar das Essen bezahlt man teilweise, bevor es einem serviert wird. Das sind die „Rules“ von Singapur und daran mussten wir uns zuerst gewöhnen. Auch traten die Singapurer uns gegenüber nicht gerade freundlich und hilfsbereit auf, was einen krassen Gegensatz zur Herzlichkeit von Kambodscha und Vietnam darstellt. Den schlechten Start versüssten wir uns dann mit einem feinen, echt schweizerischen Chääs-Fondue. FIGUGEGL - Fondue isch guet und get e gueti Luune!

Gut, nach 2 Tagen Akklimatisation haben wir den Spirit der Stadt erfasst und machten uns auf, die Multikulti-Metropole mit all ihren Facetten und Quartieren zu erkunden. Wir streiften durch das farbenfrohe und geschäftige Little India und atmeten den Duft Indiens ein. Es roch überall nach Curry und die Frauen und Kinder liessen sich zur Vorbereitung auf das bevorstehende Indische Neujahrsfest kunstvolle Henna-Tattoos machen. Das war „Indien-light für Anfänger“ ;-)

Ein paar Metrostationen weiter befindet man sich dann schon in Chinatown, und auch das arabische Viertel mit vielen Moscheen und den Rufen des Muezzins befindet sich gleich „um die Ecke“. Singapurs Innenstadt besticht mit modernen Wolkenkratzern und schönen kolonialen Überbleibseln.

Unseren Aufenthalt in Singapur haben wir unplanmässig um ein paar Tage verlängert. Eigentlich wollten wir schon früher nach Malaysia reisen und ein paar Tage auf einer Insel verbringen (@ Joto: von euch hatten wir die Idee nach Pulau Perhentian zu gehen, das muss ja traumhaft sein dort), doch der Beginn der Monsoonsaison machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die lange Anreise ersparten wir uns also, und da wir auf Bali noch 2 ganze Monate (demnächst) am Strand verbringen werden, gönnten wir uns noch für ein paar weitere Tage die Annehmlichkeiten einer modernen Grossstadt.

Unsere Entscheidung wurde mit sonnigem und heissem Wetter belohnt: Auf der vorgelagerten Insel Sentosa planschten wir im Pool der Beachbars, surften die stehende Welle des soeben eröffneten Wave-Houses (siehe Pics) und waren dabei, als die weltbesten Flowrider sich in einem Contest massen. Coole Surfdudes, heisse Surfbabes! Das war die perfekte Einstimmung für Bali, hehehe!

Last stop before Bali is Kuala Lumpur.

Anmerkung 1 der Redaktion: Was bei uns mittlerweile fast schon zur Gewohnheit wird, auch hier haben wir ganz per Zufall - selbstverständlich wieder in einer Metrostation - ein bekanntes Gesicht getroffen. Anita, ex-HSW-Gspändli von Carmen, arbeitet und lebt seit mehreren Monaten hier. Mit ihr haben wir einen coolen Abend und ein paar chillige Stunden am Strand verbracht. Toll wars!

Anmerkung 2 der Redaktion: Singapur ist ein teures Pflaster. Für täglich liebgewonnene Feierabendbierchen (auch ohne Feierabend schmeckt das köstlich…) mussten wir hier ziemlich tief in die Taschen greifen. Naja, eins mehr gibt’s dann auf Bali … (gäll Bali-Belifant & Surfman Holle!)

Montag, 12. Oktober 2009

Kambodscha

Hi folks

Bereits wenige Meter nach dem Grenzübertritt vom kommunistischen Vietnam ins Königreich Kambodscha hat sich die Schönheit dieses Landes gezeigt. Vom ersten Augenblick an waren wir total fasziniert und gespannt, was noch auf uns wartet. Auf dem Weg nach Phnom Penh (Hauptstadt) fuhren wir vorbei an vielen farbenprächtigen Tempeln, kleinen Dörfchen und bezaubernden Landschaften. Das einzig Quälende an dieser Busfahrt war die stundenlange laute Belästigung durch Boygroup-Pop und kambodschanischem Schlager-Karaoke am TV… zum Glück gibt’s iPods und Ohrenpax ;-)

In Phnom Penh besichtigten wir den prächtigen Königspalast und schlenderten durch den örtlichen Markt.

Tags darauf ging unsere Reise weiter nach Siem Reap vor den Toren der weltbekannten Tempelanlagen von Angkor.

Der Wettergott meint es definitiv gut mit uns: Trotz Monsoonzeit durften wir einen atemberaubend schönen Sonnenaufgang bei Angkor Wat erleben. Das war etwas vom Schönsten, was wir bisher gesehen haben. Einfach nur beeindruckend, diese Grösse, diese Anmut.

Während zwei Tagen wurden wir von unserem Tuk-Tuk-Fahrer „Pilot“ (das war wirklich sein Name) durch die weitläufige Tempelanlage chauffiert. Wir besichtigten tomb-raider-mässig die vom Dschungel umgebenen Ruinen und waren allzeit bereit, hinter dem nächsten Steinblock auf Angelina Jolie zu treffen. Statt „Angie“ haben wir dann aber völlig unerwartet zwei Weltreisende aus Emmenbrücke getroffen. Mit dem Motorrad sind Anita und Mark seit bereits14 Monaten unterwegs – vor ihnen liegen noch ganze 5 Jahre. Wir tauschten Reisegeschichten aus und es war sehr interessant, mit diesen beiden Abenteurern einen Schwatz zu halten. Was für ein Zufall, die Welt ist wirklich klein!

Am selben Abend noch folgte das nächste Treffen mit einem Schweizer – dem „Schweizer „des Jahres 2002“, Dr. Beat Richner. Seit 18 Jahren engagiert er sich unermüdlich für die kranken Kinder in Kambodscha und hat mittlerweile – mit Hilfe von Schweizer Spenden – 6 Spitäler im ganzen Land eröffnet. An einem wöchentlich stattfindenden Vortrag hat er über die Aktivitäten seines Schaffens gesprochen. Daran teilzunehmen und ihn und seinen unbändigen Willen im täglichen Kampf gegen die Armut zu erleben, war für uns sehr eindrücklich. Chapeau!

Trotz der enormen Armut und ihrer schwer zu tragenden Schicksalen aus den Kriegen in der Vergangenheit nehmen wir die Warmherzigkeit und Gastfreundschaft der Kambodschaner mit auf unseren weiteren Weg. Vor allem die Kinder sind unglaublich goldig!

Wir verbrachten hier eine kurze, aber sehr intensive Zeit und machen uns nun auf den Weg nach Singapur und Malaysia. Stay tuned ….


Mittwoch, 7. Oktober 2009

Saigon & Mekong

Nach unserem Kurz-Erholurlaub am Beach von Nha Trang ging unsere Reise weiter südwärts, in Vietnams grösste Metropole Saigon – Ho Chi Minh City. Die Strecke von 445 Kilometern legten wir mit dem Zug in rekordverdächtigen 11 Stunden zurück… (zum Vergleich: In Japan wären wir in weniger als 2 Stunden am Ziel angekommen).

In den frühen Morgenstunden um 5 Uhr, als die ganze Stadt noch gespenstig ruhig war, sind wir in Saigon angekommen. Wir konnten sogleich unser Hotelzimmer beziehen und uns dort noch ein wenig von der unruhigen und harten Nacht im Hardsleeper-Zug erholen.

Danach stürzten wir uns ins quirlige & hektische Treiben dieser Stadt und besichtigten die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Das Aufregendste in dieser Stadt aber ist zweifelsohne, sich in die Fluten der unzähligen Motorräder zu stürzen und sich einen Weg durch die vielen sich anbietenden „Dienstleister“ (hey my friend: Taxi, Marihuana, Massage …) zu bahnen. Crazy diese Stadt!

Nur eine kurze Busfahrt von Saigon entfernt befindet sich die Lebensader Südvietnams: das riesige Delta des Mekong Flusses. Nach 3 Tagen in der lauten Stadt war dieser Ausflug das pure Gegenteil. Mit dem Schiff und Ruderboot durchquerten wir unzählige Kanäle und zogen vorbei an üppigen grünen Insellandschaften und Fischerdörfchen mit ihren bunten Schiffen. Dabei konnten wir zusehen, wie die Menschen dort leben und sich ihren Lebensunterhalt mit den verschiedensten Handwerken verdienen. Das war super interessant und die Landschaft wunderschön. Und das Beste: Wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter – und das trotz Regenzeit.

Yep, das war’s aus Vietnam. Jetzt geht’s nach Kambodscha.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Sun, fun & nothing to do ...

Nach dem vielen Herumreisen in den letzten Wochen, haben wir uns ein paar erholsame Tage am Strand von Nha Trang, an der Ostküste Vietnams, gegönnt.

Alles Weitere könnt ihr dem Filmchen entnehmen … ;-)