Samstag, 20. Februar 2010

Ab in den Süden

und zwar genau genommen auf die Südinsel Neuseelands. Willkommen im Land der "Kiwis" & Schafe…Und so viel nehmen wir schon mal vorweg: Von diesen Wollknäueln hat es hier wirklich extrem viele, überall stehen sie gemütlich auf den Feldern herum….!! Klischee bestätigt!

Aber der erste Eindruck von Neuseeland war TEMPERATURSCHOCK!!!. Vom sonnig warmen Sydney sind wir nach 3 Flugsstunden und ein paar Breitengraden südlicher im nur 16 grädigen, nasskalten Christchurch gelandet. Dick eingemummelt (endlich konnten wir nun auch mal wieder unsere Pulli’s und Kappen benützen, hat also doch noch etwas Gutes) haben wir dann voller Spannung unser „Büssli“ entgegengenommen. Wow! Unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen: Der 4WD SleeperVan ist bestens ausgestattet und super bequem. Zwar ein bisschen eng, aber für uns zwei Novizen-Camper eigentlich just perfect! So haben wir alles eingepufft, uns eingerichtet, denn die nächsten 6 Wochen sind wir Camper! Wie praktisch alle Touris hier in Neuseeland.

Apropos Camper: Ja, auf diesen Campingplätzen verkehrt eine lustige Klientel, so ganz anders als in den coolen Backpacker’s in Australien. Hier trifft man Wandervögel, Velofahrer und sonstige Outdoorfreaks. Uns gefällts. Dennoch wollen wir so oft wie möglich mitten in der Natur und abseits der Campingplätze übernachten.

So, jetzt kann’s losgehen, let’s fetz! Kaum hatten wir das schöne Städtchen Christchurch hinter uns gelassen, eröffnete sich uns die anmutige Landschaft Neuseelands. Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr raus, und hinter jeder Kurve erblickten wir ein neues, fantastisches Panorama. Wir nahmen die Küstenstrasse Richtung Halbinsel Akaroa und von da aus steuerten wir die Ausläufer der südlichen Alpen an. Auf dem Weg dorthin passierten wir verschiedene Schauplätze der "Herr der Ringe" Trilogie. Legendär!

Im weitläufigen, menschenleeren MacKenzie Country campierten wir unter den sagenhaften Sternenhimmel und genossen am Morgen danach einen wunderschönen Sonnenaufgang über dieser atemberaubenden Landschaft. Im Horizont erspähten wir dann schon früh die Schneegipfel und Gletscher der südlichen Alpen – Heimatgefühl setzte ein!

Also nix wie los! Jetzt wird gekraxelt. 7 Stunden, je1000 Höhenmeter (rauf und wieder runter) und viele superschöne Ausblicke zum Mt. Cook und den Gletschern bescherte uns die Wanderung zur Müllers Hütte. Wir konnten noch zwei Tage danach von diesem tollen Erlebnis zehren, und zwar in den Oberschenkeln ;-) Puuuh!

Nach den alpinen Erlebnissen ging der Roadtrip weiter, zurück an die Küste. Wir passierten Dunedin und übernachteten schliesslich in Colac Bay, am südlichsten Punkt von Neuseeland. Somit sind wir auch am südlichsten Punkt von unserer Weltreise angelangt. Von hier aus blickt man praktisch rüber zur Antarktis.

Unsere erste Woche Neuseeland ist bereits vorüber, wir fühlen uns hier pudelwohl (ausser: es könnte noch ein bisschen wärmer werden), das Campen haben wir schon voll im Griff, und wir freuen uns auf die verbleibende Zeit bei den Kiwis.

Anmerkung der Redaktion: Sorry, das wir so viele Superlative benötigen … Doch, wie man sicherlich merkt, sind wir wahnsinnig begeistert von diesem Land!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Und zweitens kommt es immer anders …

… als man denkt. Ja, beim Reisen muss man halt flexibel sein. Wollt ihr wissen warum? Also gut:

Zuerst verbrachten wir noch 4 Tage in Queenslands Hauptstadt Brisbane und haben die Annehmlichkeiten einer Grosstadt genossen (Kino, Sightseeing, Shoppen etc.). Nebenbei haben wir die Zeit genutzt, um Pläne für die verbleibende letzte Woche in Australien zu schmieden.

Übrigens, es war mal wieder an der Zeit, so ganz zufällig ein bekanntes Gesicht aus der Heimat anzutreffen. So geschah es dann auch in der Küche der YHA von Brisbane. Dort lief uns nämlich Markus Zemp, ein ehemaliger Nachbar aus der Oberen Erlen und "Mitstift" von Remo über den Weg.

Also zurück zu unserem Plan: Wir wollten ein paar Tage so richtig mit anpacken auf einer Farm im Australischen Outback bei Rockhampton. Alles war organisiert und so setzten wir uns in den Bus Richtung Norden. Mitten in der Nacht, um 3 Uhr morgens, stiegen wir an unserem Ziel aus – bei strömendem Regen. Wir checkten kurz die Wettersituation und entschieden ultra-super-spontan, unsere Reise mit dem Bus um ein paar Stunden zu verlängern – so wurde es insgesamt eine 18-stündige Fahrt. Der Grund dafür war der Zyklon Olga, welcher in dieser Region wütete und die folgenden Tage für starke Regenfälle und Überflutungen sorgte. Ja, schade war’s. Es wurde leider wieder nichts mit einem Ausflug ins Outback. Aber es ist halt Regenzeit in Queensland und das erfordert eine gewisse Flexibilität.

Unsere Entscheidung wurde aber belohnt mit zwei super tollen Tagen in Airlie Beach, wo wir einen Cruise zu den wunderschönen Whitsunday Islands machten.

Und schwupps-di-bupps … noch ein letztes Mal in den Bus sitzen und ab nach Cairns. Dort waren wir bei Melanie (ehemalige Schulkollegin von Remo), Mick & Hausvogel Chilli zu Gast. Sie leben dort nämlich seit 10 Jahren. Nach dem Bummeln durch Cairns steuerten wir am zweiten Tag das Great Barrier Reef an. Dieser sonnige, tolle Tag – zwischen bunten Fischen und Korallen - zählt unbestritten zu den Highlights unserer Weltreise. Mit unseren Gastgebern verbrachten wir dann unseren letzten Tag in Cairns im grünen Regenwald um Kuranda. @ Melanie und Mick: vielen herzlichen Dank für die schöne Zeit!

Ach ja, noch ein kleine Überraschung flog uns in Cairns vor die Linse: Ein Rettungshelikopter – mit medizinischem Interieur von Remo’s ehemaliger Firma (Aerolite) ausgestattet - landete direkt vor uns. Wir nutzten die Gelegenheit für einen kurzen Schwatz mit der Crew und einem Blick auf die ehemalige Arbeit. Zufälle gibt’s …

Mit dem Flieger düsten wir dann die Küste runter, nochmals nach Sydney. In diesen drei Tagen gingen wir in den schön gelegenen Taronga Zoo, wurden nochmals von Bronwen und Alois mit einem OZ-BBQ verwöhnt und abends zogen wir mit Fabienne (Freundin von Carmen) und Bese um die Häuser. Die beiden sind am Ende ihrer 2-monatigen Australien-Reise angelangt und da wir das dies wussten, richteten wir es uns ein, sie in Sydney zu treffen. @ Fabienne und Bese: Es war cool mit euch! Und nochmals ein Riesen-Thanx für den Surfboard-Transport!

So, das war’s aus Australien – bye bye Down Under. Jetzt geht’s rüber zu den Kiwi’s. Wir ziehen uns schon mal warm an … es soll ja angeblich etwas kälter sein dort ;-)

Donnerstag, 28. Januar 2010

Sommersonnesonnenschein...

… und das mitten im Januar ;-) Tja, wenn ihr Daheimgebliebenen uns ab und zu "gluschtig" macht mit Snowboard-Pics und Fasnachts-Stimmung, da müssen wir selbstverständlich nachziehen!

Im Augenblick geniessen wir das hochsommerliche Australien an der Küste zwischen Gold Coast und Sunshine Coast.

Unser erster Stopp war im legendären und bekannten Städtchen Byron Bay. Hierher, an den östlichsten Punkt Australiens, zieht es viele Sonnenanbeter und Surfer aus aller Welt. Es ist auch wirklich traumhaft. Mit Andy und Gianna (die beiden kennen wir aus Newcastle) krackselten wir zum schönen Leuchtturm und genossen anschliessend eine kühle Erfrischung im glasklaren Meer. Die Jungs gingen surfen, und die Mädels arbeiteten an ihrer Bräune. Und als wären das noch nicht genügend Highlights gewesen an diesem Tag, während einer Surfsession schwammen, keine 30 Meter entfernt, mehrere Delfine an uns vorbei. Gigantisch!

Zu fünft ins Auto gepfercht – nebst vollbepackten Rucksäcken – ging unsere Reise weiter, über das eher enttäuschende Nimbin, an die Gold Coast von Queensland. Nimbin ist ein "sagenumwobener" Hippie-Treff, mit vielen Freaks und Flowerpower-Atmosphäre. Aber wie schon erwähnt, keine Reise wert, fanden wir.

Schon bald tauchten am Horizont die Hochhäuser von Surfers Paradise auf. In Australiens Tourismushochburg gönnten wir uns (dafür mussten wir mit 69 CHF pro Ticket tief in die Tasche greifen) einen Besuch im Warner Brothers Movie World. Achterbahnfahren was das Zeugs hält. Wow, das war lustig!

Und schon nahte der letzte Tag zu dritt. Nachdem wir mehr als 7 Wochen zusammen unterwegs waren, und eine supertolle Zeit zusammen hatten (@ Holle: geil esch es gseh), brachten wir Holle an den Flughafen von Brisbane, wo er das Flugzeug nach Melbourne bestieg. Er geht "unseren Roger" vor Ort unterstützen und wir sind seit Beginn der Australian Open jeweils live per TV am supporten.

Und dann war da noch Noosa … ein Ort, den wir genauso wiedergefunden und wiedergeliebt haben, wie damals vor 7 Jahren. Ein herziges Städtchen, gebaut an Kanälen und Lagunen, eingebettet in schöner Landschaft und mit tollen Stränden … dort lässt es sich wahrscheinlich am schönsten Leben in ganz Australien.

Hier schwangen wir uns auf den Drahtesel und mieteten am Australia Day (Nationalfeiertag) mit unseren "alten" Bekannten Gianna und Andy eine bescheidene Yacht, mit der wir durch die Kanäle und vorbei an Lagunen manövrierten – Schiff ahoi! Das machte richtig Spass! Unser neues Heim (siehe Pics) haben wir übrigens dabei auch gefunden. Was uns noch fehlt, sind zahlkräftige Investoren ;-) Bitte melden!

Das war’s aus Noosa. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Brisbane und dann "schau’n mer mal" …

Montag, 18. Januar 2010

Wir spielen Cowboy und Indianer

Von den blauen Bergen ging unsere Reise weiter, zurück an die Küste nach Newcastle. In dieser Hafenstadt haben wir nur einen kurzen Besuch eingelegt – gratis BBQ, günstiges Bier und eine nette Bekanntschaft mit Gianna und Andy, das beschreibt unseren Boxenstopp dort am Besten.

Uns zog es weiter, zurück ins Ländliche. Im Hunter Valley fanden wir, was wir suchten: Eine supertolle Unterkunft, mitten im Grünen gelegen, umgeben von Weinbergen und schönen Weingütern. Das nutzten wir natürlich aus, machten mal wieder "Winetasting" und gönnten uns dazu das eine oder andere gute Stück Fleisch auf dem Grill.
Ach ja … Remo und Holle acherten noch ein bisschen auf dem Golfplatz von Cessnock herum … das erste Mal auf dem "Green", und gleich 18 Loch gespielt. Der "Tiger" soll sich warm anziehen, grrrrr ;-)

Genug gechillt, gegolft und gesoffen … ab zu den Jillaroos und Jackaroos (Cowboys und Cowgirls von Australien) … wir wollten Kuhmist riechen, Kühe brandmarken und Lämmer schlachten. Also, auf nach Tamworth, in die Country Metropole Australiens und Heimat der berühmten "Big"-Golden-Guitar (hehehe, war die aber munzig …). Naja, gemacht von dem haben wir nichts … das ganze Dorf war eher enttäuschend, wie die grossangekündigte Gitarre, und so verliessen wir nach nur einer Nacht das Hillybilly-Dorf.

Über den Waterfall-Way mit vielen schönen Nationalparks, diversen Lookouts und Wasserfällen, mitten im Regenwald gelegen, erreichten wir schliesslich das "new-age"-angehauchte Dörfchen Bellingen.

Bei den Hippies haben wir uns von Anfang an super wohl gefühlt (nein Mami’s, wir haben keinen Joint geraucht). Mitten im Regenwald war unsere gemütliche YHA, mit einer Veranda, auf welcher wir das abendliche Schauspiel der startenden Flughunde beobachten konnten.

Indianermässig, mit Paddel ausgerüstet und Kanu's unterm' Arsch haben wir eine Erkundungstour auf dem Bellingen River unternommen. Mit Rainforest-Walking, Waterfall-Swimming, Lookout Watching, Ping-Pong-Competition und Windhund-Rennen-Wetten waren unsere Tage dort ausgefüllt.

Nun geht's weiter an die Küste … wäre mal wieder an der Zeit, ein paar Wellen zu "shredden" … let's fetz!

Sonntag, 10. Januar 2010

Big City Life

Mit einem "Big Bang" sind wir ins neue Jahr gestartet: Unsere 11 Stunden Warten am Opera House haben sich absolut gelohnt. Aus nächster Nähe und in bester Position haben wir das grosse Feuerwerk bei der Harbour Bridge und im Hafenbecken bestaunt. Mit unseren drei Freunden feierten wir ins 2010 rüber: Besser hätte dieses Jahr eigentlich gar nicht beginnen können: Um es in australisch auszudrücken; das war "bloody fantastic"!

Nach der kurzen Silvesternacht waren wir dann am Neujahrstag bei Alois (einem ausgewanderten Luzerner) und seiner Frau Bronwen zu einem typisch australischen Barbeque eingeladen. Wir hatten einen lustigen Abend und es gab sogar Kaffee Lutz und "Mönze-Zwätschge". Dann kam doch glatt ein bisschen Heimatgefühl auf.

An den restlichen Tagen in Sydney haben wir die typischen Spots angesteuert: Innenstadt mit Tower, Circular Quay und Darling Harbour. Mit der Fähre gings nach Manly und auch am berühmten Bondi Beach verbrachten wir einen chilligen Tag.

Die Zeit in Sydney war toll, zwar ein bisschen hektisch und busy, da 1. alle Australier grosse Sommerferien haben und 2. alle Traveller zum Feuerwerk nach Sydney strömten. Die Stadt platzte fast aus allen Nähten. Crazy!

Nach soviel Feiern, Trubel und Citylife bepackten wir am Dreikönigstag unseren neuen Mietwagen und los gings, raus aus der Stadt, in die Blue Mountains. In den "Blauen Bergen" sind wir ein bisschen herumgelatscht und haben die herrliche Landschaft in uns aufgesogen. Abends dann schoooon wieder BBQ, XXXX und Wein … awesome!

Weiter gehts bald nordwärts nach: Newcastle, Hunter Valley … bla bla bla …