Mittwoch, 16. September 2009

Rising Sun

Wir sagen Sayonara, verbeugen uns vor dem Land der aufgehenden Sonne und freuen uns auf unseren nächsten Stopp Vietnam.

Glaubt uns, wir könnten unseren Blog noch seitenweise mit japan-spezifischen Erlebnissen und Geschichten füllen. Extremste Extreme prägen die japanische Kultur und Lebensweise der Menschen. So anders, so faszinierend, so confused, so genial!

Eine Japanreise ist eine coole Erfahrung, welche wir nur empfehlen können.


Montag, 14. September 2009

Tokyo: Lost In Translation

Kaum den japanischen Alpen den Rücken gekehrt tauchte am Horizont das wohl berühmteste Wahrzeichen Japans, der Mt. Fuji, auf. Wir hatten Glück und dieser wunderschöne, imposante Vulkan zeigte sich uns ohne Wolkenkleid. Das ist um diese Jahreszeit nicht üblich.

Von Tokyo’s Hausberg war’s dann nicht mehr so weit in die Hauptstadt Japans. Zugegeben, diese Mega-City mit ihren 23 Mio. Einwohnern hat uns anfänglich schon ziemlich gefordert, ja sogar überfordert. Tokyo ist laut, irre und bunt. Alle unsere Sinne wurden bis aufs Äusserste beansprucht. Bei diesen riesigen Dimensionen, Menschenmassen und Sprachbarrieren fühlten wir uns des Öfteren schon ein bisschen „lost in translation“.

In der ersten Nacht haben wir in einem Kapselhotel übernachtet. So ’was gibt’s nur in Tokyo. Man schläft Kapsel an und über Kapsel, vorwiegend neben betrunkenen japanischen Businessmännern, die nach dem Feierabendbier den letzten Zug nicht mehr erwischt haben. Das ist definitiv ein spezielles Erlebnis, vor allem wenn man morgens seiner Kapsel entsteigt und es ziemlich stark nach Alkohol riecht.

So richtig warm wurden wir dann mit der Stadt als wir uns mit Fami (Tokio-local) und ihren beiden Kollegen im Kill Bill Style Restaurant zum essen trafen und anschliessend der typisch japanischen Freizeitbeschäftigung nachgingen: KARAOKE! Das war richtig toll, wir haben in unserem privaten Kämmerchen alles gegeben und die Bühne gerockt!

Nach Karaoke-Hangover und Sushi-Frühstück auf dem Fischmarkt schlenderten wir hinter den Japanern her durch die riesigen Konsum-Tempel, auf der Jagd nach den allerneusten und verrücktesten Trends. Unsere Beschäftigung beschränkte sich leider nur aufs Schauen – denn Tokyo ist zweifelsohne die teuerste Stadt der Welt. Dies scheint die „Tokyoer“ allerdings nicht vom Power Shopping abzuhalten: Um in einen Laden zu kommen, stehen sie gut gerne mal ein paar Stunden an. Crazy! Dafür werden in Tokyos Künstlerviertel täglich Trends geboren und entsprechend stylisch kommen die Leute daher, Freaks inklusive.

Tokyo ist definitiv keine typische Sightseeing Stadt. Diese City und all ihre unzähligen Facetten muss man erleben. Es bedarf wahrscheinlich eines längeren Aufenthaltes hier, um sich Tokyo voll hinzugeben. Wir konnten während den 5 Tagen lediglich ein wenig an der Oberfläche kratzen.

Mittwoch, 9. September 2009

Irgendwie sieht’s hier so aus wie zu Hause …

... und so fühlen wir uns auch.

Wir zogen uns für ein paar gemütliche Tage in die Japanischen Alpen zurück, in das idyllische Dörfchen Hakuba, in der Nähe von Nagano. Die Gegend ist Japan’s Nummer 1 Skigebiet und wurde weltbekannt durch die Olympia Abfahrt der Herren im Jahre 1998 sowie die alljährlich stattfindenden Skisprung-Wettbewerbe.

Berge, Seen, Wälder und hübsche Skiresorts erinnern an die Heimat. Doch nicht nur deshalb haben wir uns dort so wohl gefühlt. Auch wurden wir von unglaublich netten und herzlichen Gastgebern in unserer schönen Unterkunft verwöhnt. Tagsüber gingen wir wandern, biken, wakeboarden und die Abende genossen wir in geselliger Runde mit Barbeque und Kochkurs. Es fiel uns schwer, nach 4 Tagen von diesem schönen Ort weiter zu gehen, doch man sagt ja, man soll aufhören wenn es am schönsten ist …

Freitag, 4. September 2009

Kyoto, Geishas & Universal Studios

Durch die Strassen Kyoto's weht noch der Wind des alten Japans. Lauter kleine traditionelle japanische Häuser säumen die Gässchen im historischen Stadtviertel. Zu unserem Glück tauchten sogar noch ein paar Geishas auf und rundeten diese Bild vom klassischen Japan ab. Aus nächster Nähe konnten wir diese sonst scheuen Wesen (es gibt nur noch ca. 1000 Geishas in ganz Japan) mit ihren Farbenfrohen Kimonos und schneeweiss-geschminkten Gesichtern vorbeihuschen sehen.
In Kyoto gibt’s sooooo viel zu besichtigen, doch dafür braucht man mindestens 100 Jahre und deshalb haben wir unsere Auswahl auf ein paar Tempel und Gärten beschränkt. Schön war’s!

So, genug Sightseeing. Irgendwann müssen auch wir uns mal entspannen ;-) Gesagt, getan – ab ging’s an den weissen Sandstrand vom Shirahama inkl. Onsenbesuch direkt am Meer. Entspannung pur!

Gestärkt vom „sun, fun & nothing to do“ stürzten wir uns für einen Tag in die amerikanische Filmwelt der Universal Studios Japan. Achterbahnfahren, Stunt-Shows und andere Attraktionen zogen wir uns rein: Wir bekämpften erfolgreich den Weissen Hai, flohen vor den Dinosauriern im Jurassic Park und halfen Spiderman die Schurken zu bekämpfen.

Apropos „reinziehen“: Ein Kobe-Rindssteak – selbstverständlich in der Stadt Kobe – haben wir uns zum Abschluss dieses Tages gegönnt. Ohne Zweifel mit Abstand das beste Fleisch, aber auch ohne Zweifel das teuerste der Welt. Die nächsten Tage, ja Wochen, gibt’s nur noch Spaghetti. Geldspenden sind jederzeit willkommen ;-)

Dienstag, 1. September 2009

Mit dem Shinkansen durch Japans Historie

Für die 1'010 Kilometer von Sendai nach Hiroshima brauchte der Shinkansen nicht mal 6 Stunden. Während der Fahrt konnten wir einen Blick auf den berühmtesten Japaner – den Mt. Fuji – erhaschen. Mit ihm werden wir später noch intensivere Bekanntschaft schliessen.

Hiroshima ist eine Stadt mit tragischer Vergangenheit. So standen wir genau an jenem Ort, über welchem vor 64 Jahren die erste Atombombe abgeworfen wurde und die Stadt in einem Bruchteil einer Sekunde komplett zerstörte. Wir besuchten das informative Memorial Museum, welches uns sehr beeindruckte, ja gar schockierte. Was für eine unvorstellbare Wahnsinnstat!

Eine Nacht darüber geschlafen, tauchten wir in das Japan der Zeit der Samurai-Clans ein und besichtigten die schöne Stadtburg von Hiroshima. Diese wurde nach der A-Bombe natürlich wieder originalgetreu nachgebaut.

Auch ein Abstecher zum scheinbar bekanntesten Fotomotiv Japans, dem schwimmenden Schrein von Miyajima, lag an diesem Tag drin. Ein köstliches Okonomiyaki – eine sogenannte Hiroshima Pizza – inkl. Sake mit locals rundete diesen Tag ab.

Auf dem Weg von Hiroshima nach Kyoto statteten wir der imposanten weissen Burg von Himeji einen Kurzbesuch ab.

Nun sind wir in Kyoto, ein Highlight jagt das nächste – Blog-Post is coming soon …