Kaum den japanischen Alpen den Rücken gekehrt tauchte am Horizont das wohl berühmteste Wahrzeichen Japans, der Mt. Fuji, auf. Wir hatten Glück und dieser wunderschöne, imposante Vulkan zeigte sich uns ohne Wolkenkleid. Das ist um diese Jahreszeit nicht üblich.
Von Tokyo’s Hausberg war’s dann nicht mehr so weit in die Hauptstadt Japans. Zugegeben, diese Mega-City mit ihren 23 Mio. Einwohnern hat uns anfänglich schon ziemlich gefordert, ja sogar überfordert. Tokyo ist laut, irre und bunt. Alle unsere Sinne wurden bis aufs Äusserste beansprucht. Bei diesen riesigen Dimensionen, Menschenmassen und Sprachbarrieren fühlten wir uns des Öfteren schon ein bisschen „lost in translation“.
In der ersten Nacht haben wir in einem Kapselhotel übernachtet. So ’was gibt’s nur in Tokyo. Man schläft Kapsel an und über Kapsel, vorwiegend neben betrunkenen japanischen Businessmännern, die nach dem Feierabendbier den letzten Zug nicht mehr erwischt haben. Das ist definitiv ein spezielles Erlebnis, vor allem wenn man morgens seiner Kapsel entsteigt und es ziemlich stark nach Alkohol riecht.
So richtig warm wurden wir dann mit der Stadt als wir uns mit Fami (Tokio-local) und ihren beiden Kollegen im Kill Bill Style Restaurant zum essen trafen und anschliessend der typisch japanischen Freizeitbeschäftigung nachgingen: KARAOKE! Das war richtig toll, wir haben in unserem privaten Kämmerchen alles gegeben und die Bühne gerockt!
Nach Karaoke-Hangover und Sushi-Frühstück auf dem Fischmarkt schlenderten wir hinter den Japanern her durch die riesigen Konsum-Tempel, auf der Jagd nach den allerneusten und verrücktesten Trends. Unsere Beschäftigung beschränkte sich leider nur aufs Schauen – denn Tokyo ist zweifelsohne die teuerste Stadt der Welt. Dies scheint die „Tokyoer“ allerdings nicht vom Power Shopping abzuhalten: Um in einen Laden zu kommen, stehen sie gut gerne mal ein paar Stunden an. Crazy! Dafür werden in Tokyos Künstlerviertel täglich Trends geboren und entsprechend stylisch kommen die Leute daher, Freaks inklusive.
Tokyo ist definitiv keine typische Sightseeing Stadt. Diese City und all ihre unzähligen Facetten muss man erleben. Es bedarf wahrscheinlich eines längeren Aufenthaltes hier, um sich Tokyo voll hinzugeben. Wir konnten während den 5 Tagen lediglich ein wenig an der Oberfläche kratzen.