Montag, 25. Oktober 2010

Chile in "extremis"

Hey fellas! Die letzten knapp 14 Tage haben wir in Chile verbracht Mit 4'200 km extrem lang, extrem schmal und eingeklemmt zwischen Pazifik und den hohen Anden ist Chile ein Land voller Extreme. Deshalb – ihr könnt es fast erahnen – ist auch dieser Beitrag „extrem“ … :-)

Herkommend von Peru, sind wir ganz im Norden nach Chile eingereist. Obwohl wir in Arica, unserem ersten Aufenthaltsort, nur ca. 15 km von der peruanischen Grenze entfernt waren, merkten wir schnell, dass hier die Uhren anders ticken; weniger farbig und alles ein bisschen mehr europäisch. Diese Region ist geprägt von extremer Trockenheit und so gilt Arica als die trockenste Stadt der Welt. Statistisch gesehen regnet es hier jährlich mal gerade soviel, dass es ein ganzes Jahrzehnt benötigen würde, um ein Kaffeetassli mit Regenwasser zu füllen.

Unter extremen Bedingungen anderer Art wurden die „33“ – wie hier die verschütteten Mineure genannt werden – in die Freiheit gekapselt. Während 3 Tagen berichteten die TV-Sender ununterbrochen und auf den Strassen war die Rettung das dominierende Gesprächsthema. Auch wir fieberten bei diesem „Nationalereignis“ mit.

Nach einer extremen Busfahrt – extrem lang und extrem bequem – erreichten wir frühmorgens San Pedro de Atacama. Mitten in dieser extremen Umgebung scheint sich wiedermal die internationale Backpacker- und Sandalenträger-Gemeinde zu treffen. Nicht ohne Grund: Das Dörfchen ist mit seinen Adobe-Häusern und vielen netten Cafés & Hostels äusserst charmant und die umliegende Landschaft schlichtweg hammermässig. Extreme Kälte und extreme Hitze geben sich hier die Klinke in die Hand; am Morgen liegen die Temperaturen noch knapp um den Gefrierpunkt und tagsüber wird die 30 Grad Grenze locker geknackt. Und so vielfältig präsentiert sich auch diese Wüste von Atacama. Mit einer geilen „Gelände-Tourbus-Touri-Tour“ gings zuerst zum grossen Salzsee, wo die grazilen pinken Flamingos ihr Zuhause haben. Weiter holperten wir hinauf, nochmals auf das Anden-Hochplateau auf über 4'000 m.ü.M. und genossen da den Ausblick über die Lagunen und die dahinterliegenden Vulkane. Grossartig!

Busfahrt Nr. 2 führte uns um weitere rund 2'000 Kilometer südwärts, mitten in die Tristesse von Chiles Mittelland. In dieser Region gibt es nicht so viel, an was man sich erfreuen könnte. Doch genau diese Öde und Trockenheit bietet beste Voraussichten für ein Erlebnis der etwas anderen Art: Ein Blick in die Sterne. Im Observatorium von Mamalluca betrachteten wir durch das Teleskop unser Planetensystem, ferne Galaxien, geheimnisvolle Sterne und unserem Erdtrabanten fühlten wir uns so nah wie noch nie. Extrem aufregend!

Zurück aus dem All sind wir mitten in der Grossstadt gelandet. In der chaotischen Hauptstadt Santiago war 2 Tage lang City-Sightseeing angesagt. Und da sind wir doch tatsächlich ganz unerwartet vor dem Präsidentenpalast auf die „Kapsel über die die Welt berichtet“ gestossen. Hunderte von Chilenen huldigten den neuen Liebling der Nation, die Fenix 2 (gibt’s eigentlich auch eine Fenix 1?)

Unsere letzten Tage in Chile verbringen wir noch am Meer, im extrem schönen, extrem hügeligen und extrem bunten Künstlerstädtchen Valparaiso. So, ein letzter Blick auf den Pazifik und wir verlassen das Land über die Anden und reisen nach Argentinien ein. Wir freuen uns extrem auf Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch … Wein und Tango.

So, das waren jetzt 19 „extreme“ … wir fanden’s extrem lustig :-) (nun sinds sogar 20)

Ach ja …. für alle die es wissen wollen … mittlerweile haben wir unsere Heimreise organisiert. Die nächsten 3 Wochen werden wir in Argentinien verbringen. Dann geht’s von Buenos Aires an Mexiko’s Karibikküste nach Playa del Carmen, 2.5 Wochen Badeferien rufen (wir wollen ja schliesslich erholt und gebräunt in die Schweiz zurückkehren). Anschliessend fliegen wir zum Christmas Shopping nach New York City, und weil wir sowieso über Dublin nach Zürich fliegen, statten wir auch dieser Stadt noch einen letzten Besuch ab und werden in den Pub’s des legendären Temple Bar Bezirks das eine oder andere Guiness kippen. Und am 18.12., knapp vor 14.00 Uhr setzen wir nach 18 Monaten wieder auf heimatlichem Boden auf und dann habt ihr uns definitiv wieder am Hals. Hehehe!

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

extremo!!!!

wir werden wohl viel an euch denken auf unserem trip! sarah hat schon gesagt, dass sie den blog eigentlich nicht mehr lesen darf....sicher die fötis sollten wir mal besser weglassen - ist aber extreeeeeeem schwierig :-)...

uuuaaarghh!!! wir können's kaum mehr abwarten....eure texte machen noch mehr vorfreude!!!

ach ja...unser blog (coming soon) wird für euch wohl dann wie ein replay des südamerika-parts sein :-D

also....viel spass noch und bis "später"...

cheerios dominic & sarah

Anonym hat gesagt…

Hoi zäme
so, jetz goht üchi reis also langsam end ändi engäge..ha met fröid vernoh,dass ehr no öber New York gönd..juhuii..so en geniali stadt..werde die bestemmt glii mou weder bsueche..wiiter möcht ech üch no säge, das ehr MET ABSTAND de best blog hend..;)gseh doch dor min job einigi,aber am meischte fröid hani wörkli emmer a üchem gha..soo schöni böuder,tolli text ond eifach soo öbersichtlich..hend das aso sehr guet gmacht.
jetz wönschi üch no en super reis ond (hoffentlech) bes ganz bald..wördmi sehr fröie;)
e liebe gruess us de sonnige schwiiz...Regula

Anonym hat gesagt…

wow wedermol hammer föteli... macht rechtig gloschtig uf südamerika:-) gniessets no so rechtig ond ech zähle bereits täg bes ehr heichömet:-)
dicke schmotz
rebi

Anonym hat gesagt…

hola zäme!
hey, send grad wedermal einisch meh uf euchem blog go ineluege ond händ üs nomal einisch dor paar vo euchne NZ-erläbnis la leite! esch eifach so geil, wenn mer gseht, wo ehr öberall gsi send ond mer teilweis fascht vom genau gliche fläck us es föteli gschosse händ! eifach hammer!! hehe! be üs gahts jetzt morn ufe doubtfull-sound. denn wieter ganz i süde abe...
euch au wieterhin ganz vel spass bem reise! ehr möched das genau rechtig! möcheds guet ond ganz liebi grüess
enzi & caroline

Anonym hat gesagt…

ola di pola.... just awesome..... genial.... euche Reiseberich!!!! verfolg ne nachwievor ben nor scho länger nöm zom schriebe cho. han euch aber ned vergesse!!!!!

So wies usgseht gohts euch jo emmer no tiptop :-) wär gern au weder onderwegs.

wösset ehr scho gneuers wenn ehr weder em ländle send? freu mi vo euch zghöre.


greats holle